Neun Schülerinnen und Schüler des Matthes-Enderlein-Gymnasiums Zwönitz stehen vor einem Bild von Matthias Gerst.
Sie wollten am Montag mit Astronaut Alexander Gerst sprechen. Leider kam die Funkverbindung nicht zustande. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Rauschen im Äther Gymnasiasten aus Zwönitz hoffen vergeblich auf Funkkontakt zur ISS

Die Internationale Raumstation ISS braucht etwa 90 Minuten für eine Erdumrundung. Manchmal ist sie sogar mit bloßem Auge zu sehen. Gymnasiasten aus Zwönitz wollten am Montag sogar mit den Astronauten sprechen.

Neun Schülerinnen und Schüler des Matthes-Enderlein-Gymnasiums Zwönitz stehen vor einem Bild von Matthias Gerst.
Sie wollten am Montag mit Astronaut Alexander Gerst sprechen. Leider kam die Funkverbindung nicht zustande. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Ein halbes Jahr hat die Vorbereitung gedauert für ein Zeitfenster von gerade einmal zehn Minuten. Zwönitzer Schülerinnen und Schüler wollten am Montag mit Hilfe der Amateurfunker aus dem Ort mit der Internationalen Raumstation ISS in Kontakt treten. Die Fragen an Astronaut Alexander Gerst waren vorbereitet, die Funkverbindung war aufgebaut und die Raumstation war pünktlich im Bereich der Funker. Nach einigen Minuten Rauschen war dann auch die Stimme von Alexander Gerst zu vernehmen. Allerdings kam es trotzdem nicht zum Kontakt mit den Zwönitzer Gymnasiasten.

Auf einer Weltkarte ist die Flugroute der Raumstation ISS eingezeichnet.
Das Zeitfenster für einen direkten Funkkontakt zur Raumstation ISS beträgt gerade einmal 10 Minuten. Kurz darauf ist sie schon wieder über Indonesien. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Falsches Kreuzchen im Kalender auf der ISS

Funker Heiko Meier, der mit den Schülern viel Zeit in die Vorbereitung der Aktion investiert hat, sieht einen ganz einfachen Grund für das Scheitern: "Wir gehen davon aus, dass auf der ISS ein Termin verwechselt wurde. Das lässt sich daraus schließen, dass Alexander Gerst die Station in Braunschweig gerufen hat, die erst morgen auf seinem Programm gestanden hätte."

Ein Funker sitzt vor einem Funkgerät und spricht ins Mikrofon.
Ein vergeblicher Versuch. Die ISS hört nicht. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Auch beim zweiten Versuch der Kontaktaufnahme kam nur Rauschen aus dem Äther. Etwa 90 Minuten nach dem geplanten ersten Kontakt versuchten die Funker es einfach noch einmal, als die Station wieder im Funkbereich über Deutschland auftauchte. Doch da war das Funkgerät der ISS bereits abgeschaltet. Die Schüler waren sichtlich enttäuscht, doch Heiko Meier denkt nach vorn. "Die Arbeit war nicht umsonst. Bei missglückten Versuchen, die doch hin und wieder vorkommen, bekommen wir noch eine zweite Chance." Wann das allerdings sein wird, steht noch in den Sternen.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL| 13.08.2018 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 14. August 2018, 13:33 Uhr

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