01.07.2019 | 17:52 Uhr Klinikum Chemnitz bildet künftig Humanmediziner aus

Eine Gruppe Medizinstudenten beim Sezieren eines Gehirns, 2003
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Das Klinikum Chemnitz wird Praxispartner für den neuen Modellstudiengang Humanmedizin in Sachsen. Laut Sachsens Sozialministerin Barbara  Klepsch sollen die ersten Studenten bereits zum Wintersemester 2020/21 in Chemnitz beginnen. Der Lehrplan für den stark praxisbezogenen Modellstudiengang werde derzeit entwickelt.

Das Klinikum kooperiere dabei mit der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden, dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und der Dresden International University (DIU). Der Studiengang soll nach Angaben des sächsischen Ministeriums für Soziales und Verbraucherschutz sehr praktisch ausgerichtet werden. Ziel sei es, den Ärztenachwuchs "in die lokalen Strukturen zu integrieren", die Mediziner nach ihrer Ausbildung in der Region zu halten und damit den Ärztemangel abzufedern. Pro Jahr sollen 50 Medizinstudenten in Chemnitz anfangen.

Medizinstandort Chemnitz wird ausgebaut

Klepsch übergab dem Klinikum am Montag außerdem einen Förderbescheid über 64 Millionen Euro. Mit dem Geld soll bis 2022 ein Neubau entstehen, um Kliniken zu konzentrieren und hochmoderne OP-Räume zu schaffen. Das sei die höchste Einzelfördersumme für ein Krankenhaus in den vergangenen zehn Jahren, so Klepsch.

Sachsens Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch.
Barbara Klepsch, Ministerin für Soziales und Verbraucherschutz in Sachsen. Bildrechte: Staatsministerium/Christian Hüller

Das Klinikum Chemnitz als kommunales Großkrankenhaus ist - neben den Universitätskliniken Dresden und Leipzig - einer von drei Maximalversorgern im Freistaat Sachsen und damit eine unverzichtbare Säule in der medizinischen Versorgung

Quelle: MDR/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.07.2019 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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