27.01.2020 | 17:37 Uhr In Chemnitz wird Krähenkot zum Problem

Bildmontage - Ortseingangsschild von Chemnitz mit Krähenkacke, eine fliegende Krähe und im Hintergrund das Rathaus zu Chemnitz.
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Chemnitz hat ein Problem mit Saatkrähen und ihren Hinterlassenschaften. Hunderte Vögel haben in der Innenstadt ihr Winterquartier aufgeschlagen. Neben dem nächtlichen Lärm hat die Stadt auch mit dem Vogelkot zu kämpfen. Straßen und Fußwege im Zentrum sind mittlerweile stark verschmutzt, Bänke können nicht mehr benutzt werden.

Nun plant die Stadt eine Sonderputzaktion. "Allerdings bedarf es für die Beseitigung von Fäkalien dieser Größenordnung im öffentlichen Raum Spezialgeräte bzw. eines Unternehmens mit entsprechendem Knowhow", sagte eine Sprecherin der Stadt. Die Stadt Chemnitz werde sich bemühen, zeitnah eine passende Firma zu beauftragen.

Bank mit Krähenkot in der Chemnitzer Innenstadt
So wie hier am Roten Turm sieht es auf vielen Bänken in der Innnenstadt aus. Bildrechte: MDR/Nora Kilényi

Warum die Tiere - deren Zahl insgesamt zurückgegangen ist - die Chemnitzer Innenstadt und nicht den Stadtpark bevölkern, kann sich Jens Börner vom Umweltamt von Chemnitz nicht erklären.

Vor zehn bis 20 Jahren haben sich mehrere Zehntausend Krähen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet ihre Schlafplätze gesucht. Meist haben sie sich in Parks abseits der Innenstadt getroffen. Dort sind sie allerdings Fressfeinden, wie zum Beispiel dem Uhu, ausgesetzt oder sie finden die Umgebung zu unruhig.

Jens Börner Umweltamt Chemnitz

Chemnitz will nun versuchen, den Saatkrähen Schlafplätze außerhalb der Innenstadt als Schutzzonen auszuweisen. Dort können sie dann auch ungestört überwintern. Es handele sich um geschützte Arten, denen ein Schlafplatz zur Verfügung gestellt werden muss, so Börner. Ob das gelingt, ist ungewiss.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.01.2020 | 16:50 Uhr im Programm

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MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Di 26.05.2020 16:54Uhr 01:51 min

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