12.12.2019 | 20:11 Uhr | Update Chemnitz bleibt im Rennen um Kulturhauptstadt-Titel - Dresden veranstaltet Trost-Trinken

Für die deutschen Bewerber um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025" ist eine Vorentscheidung gefallen. Die Jury hat bekannt gegeben, dass Chemnitz in die nächste Runde kommt. Dresden und Zittau sind damit "raus". Um traurige Dresdner zu trösten lädt Oberbürgermeister Dirk Hilbert auf einen Glühwein auf dem Striezelmarkt ein. Unter dem Motto "Dresden schenkt sich was" werden in Kooperation mit den Glühweinhändlern des Marktes 2025 Glühweine ausgeschenkt. Das Team des Kulturhauptstadtbüros Dresden 2025 wird auf dem gesamten Altmarkt Gutscheine dafür verteilen.

Glühwein
Dresdens OB lädt zum Trost auf einen Glühwein. Bildrechte: imago images / Südtirolfoto

Im Chemnitzer Rathaus wurde die Entscheidung natürlich mit Jubel entgegen genommen. Für den Titel kandidierten bisher fünf ost- und drei westdeutsche Städte, nämlich Chemnitz, Dresden, Gera, Hannover, Hildesheim, Magdeburg, Nürnberg und Zittau. Die finale Entscheidung über den deutschen Bewerber fällt im Herbst kommenden Jahres. Im Jahre 2025 sollen eine deutsche und eine slowenische Stadt "Kulturhauptstadt Europas" sein. Der Titel wird von der Europäischen Union seit 1985 vergeben.

Diese Städte sind jetzt noch im Rennen:

  • Chemnitz
  • Magdeburg
  • Hannover
  • Hildesheim
  • Nürnberg

Kunstministerin Eva-Maria Stange gratulierte der Stadt Chemnitz zum Sprung in die nächste Bewerbungsrunde. Chemnitz habe die Chance, Vielfalt, Reichtum und historische Verwurzelung des europäischen Gedankens in ganz Sachsen zu zeigen, sagte Stange. Zur Vorentscheidung am Donnerstag waren Bürger ins Dresdner Hygienemuseum sowie in den Stadtverordnetensaal im Chemnitzer Rathaus eingeladen. Dort wurde die Entscheidung live übertragen. Auch im Zittauer Rathaus konnten Gäste eine Übertragung im Rathaus verfolgen.

Quelle: MDR/lam/epd/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.12.2019 | 12:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 12. Dezember 2019, 20:15 Uhr

2 Kommentare

Altmeister 50 vor 10 Wochen

Nazinotstandsgebiet als europäische Kulturhauptstadt ?
Nachdem Dresden, unter Federführung der rot-rot-grünen Stadtratsmitglieder aber auch durch Herrn Hilberts Parteikollegen von der FDP, zum Nazi- Notstandsgebiet erklärt wurde, hätte man konsequenterweise die Bewerbung als Kulturhauptstadt zurückziehen müssen.
Ich frage mich, wie speziell muss man als Oberbürgermeister sein, wenn man diese Zusammenhänge nicht erkennt, in entscheidenden Momenten seine Parteigänger im Stadtrat nicht im Griff hat und dann noch als Trost Glühweingutscheine verteilt. Geht's noch ?

Eveline vor 10 Wochen

Herzlichen Glückwunsch , ich finde es gut, das Städte mit Geschichte auch Kulturhauptstadt werden und nicht die wo das meiste Geld ist. Die Menschen werden sich freuen nach all den Horrormeldungen der rechtsradikalen Ereignisse, die dort passiert sind. Doch das gibt es in jeder Stadt. Was ich hier in dem so schönen Markkleeberg und Leipzig mit seinem guten Ruf erlebt habe, stinkt auch bis zum Himmel. Ich drücke die Daumen.

Mehr aus Chemnitz und Stollberg

Mehr aus Sachsen