07.02.2020 | 13:48 Uhr Mord-Anklage gegen Vietnamesen in Chemnitz

Ein Schild weist am Eingang zum Justizzentrum in Chemnitz auf den Sitz des Amtsgerichts und der Staatsanwaltschaft hin
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Vor 25 Jahren wurden in Chemnitz zwei vietnamesische Brüder in ihrer Wohnung getötet. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft gegen den mutmaßlichen Täter Anklage erhoben. Wie die Behörde in Chemnitz mitteilte, wird dem 53-jährigen Vietnamesen zweifacher Mord vorgeworfen. Er soll die beiden Männer Ende Juli 1995 mit einem Elektrokabel erdrosselt haben. Zuvor habe er sie an Händen und Füßen gefesselt.

Hintergrund der Tat offenbar illegaler Zigarettenhandel

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass illegaler Zigarettenhandel und Schutzgelderpressung Hintergrund der Tat waren. Der Verdächtige habe in das System einsteigen wollen, das einer der Brüder kontrollierte.

Der heute 53-Jährige war den Angaben zufolge nach der Tat in Tschechien untergetaucht und lebte dort unter falschen Personalien. Er sei bereits Mitte September vergangenen Jahres in Prag festgenommen und kurze Zeit später aufgrund eines Europäischen Haftbefehls nach Deutschland überstellt worden. Die Hauptverhandlung gegen den Angeklagten soll im März vor dem Landgericht Chemnitz beginnen.

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.02.2020 | 14:30 Uhr in den Nachrichtren aus der Region Chemnitz

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