Nachwuchs im Tierpark Chemnitz Somali-Wildesel "Poseidon" wird in Chemnitz per Hand aufgezogen

Ein Eseljunges wird mit einer Flasche gefüttert.
Wildesel "Poseidon" wird seit dem überaschenden Tod seiner Mutter mit der Flasche aufgezogen. Bildrechte: MDR/Jan Klösters

Die Somali-Wildesel im Chemnitzer Tierpark haben Nachwuchs bekommen. Der kleine Hengst wurde von seinen Pflegern Poseidon getauft. Er muss von Hand aufgezogen werden, da seine Mutter überraschend Anfang Juli verstorben ist.

Ohne den engagierten Einsatz der Mitarbeiter hätte "Poseidon" laut Angaben des Tierparks keine Chancen gehabt. So hat er bereits rund zehn Kilogramm zugenommen und frisst mittlerweile auch Heu und Gras. Eine Garantie, dass der kleine Wildesel überlebt, gebe es aber trotz aller Mühen noch nicht.

ein Wildeseljunges im Gehege
Da bei Wildeseln nur Mutter und Kind eine Beziehung zueinander
aufbauen, wurde auf Ersatz durch die andere im Tierpark lebende Stute Hera verzichtet. Sie dulde den
jungen Wildesel aber in ihrer Nähe, hieß es.
Bildrechte: MDR/Jan Klösters

Stark bedrohte Tierart

Mit der Somali-Wildesel-Zucht beteiligt sich der Tierpark Chemnitz am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Wildesel gehören zu den am stärksten bedrohten Tierarten. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in Äthiopien und Eritrea leben maximal noch 200 Tiere.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.08.2020 | 16:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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