Menschen führen einen Demonstrationszug mit einem großen Transparent an. Darauf steht "Frieden für die Welt. Chemnitzer Ostermarsch."
Bildrechte: Harry Härtel

19.04.2019 | 13:20 Uhr 250 Menschen bei Ostermarsch in Chemnitz

Menschen führen einen Demonstrationszug mit einem großen Transparent an. Darauf steht "Frieden für die Welt. Chemnitzer Ostermarsch."
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Am traditionellen Ostermarsch sind in Chemnitz Freitagvormittag nach Reporterangaben rund 250 Menschen für Frieden auf die Straße gegangen. Der 30. Ostermarsch stand unter dem Motto "Abrüsten statt Aufrüsten". Nach einer Auftaktkundgebung um 10 Uhr am Chemnitzer Rathaus stoppte der Marsch unterwegs zu mehreren Zwischenkundgebungen, unter anderem im Innenhof der TU Chemnitz und am Friedensplatz. Die Abschlusskundgebung hat vor dem Karl-Marx-Monument stattgefunden. Die Teilnehmer forderten unter anderem das Verbot und die Vernichtung aller atomaren, biologischen und chemischen Waffen. Statt Rüstungsausgaben sollte mehr Geld für Entwicklungshilfe und ökologische Nachhaltigkeit ausgegeben werden, hieß es im Aufruf zum Ostermarsch.

Ostermärsche gibt es bereits seit mehr als 60 Jahren. Erstmals versammelten sich 1958 in London rund 10.000 Menschen, um für atomare Abrüstung zu demonstrieren. Als geistiger Vater der Bewegung gilt der britische Philosoph Bertrand Russell, der die "Kampagne zur nuklearen Abrüstung" ins Leben gerufen hatte. Symbol der Kampagne war das Peace-Zeichen. Russell hatte 1955 mit Albert Schweitzer in einem Manifest die Nationen der Welt aufgefordert, auf Atomwaffen zu verzichten. In Deutschland gab es 1982 den größten Ostermarsch: Infolge der Raketen-Nachrüstung der Nato beteiligten sich damals in Bonn rund 400.000 Menschen.

Quelle: MDR/nk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.04.2019 | 09:00 Uhr in den Nachrichten

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