Kinoszene Kinderfilmfestival "Schlingel" endet mit Preisverleihung in Chemnitz

Beim 25. Internationalen Kinder- und Jugendfilmfestival "Schlingel" sind am Sonnabend in Chemnitz die Hauptpreise vergeben worden. Aufgrund der Corona-Pandemie und steigender Infektionszahlen wurde die Preisverleihung fast komplett ins Internet verlegt.

Kinderfilmfestival Schlingel
Die diesjährige Schlingel-Preisverleihung wurde ins Netz verlegt. Bildrechte: Creative Lens/SCHLINGEL Archiv

Wie die Veranstalter mitteilten, ging der europäische Kinderfilmpreis nach Polen an Marta Karwowska für "Ärger hoch drei". Der Preis ist mit 12.500 Euro dotiert. Im dem Film wird aus dem Nationalmuseum von Posen ein wertvolles Gemälde gestohlen. Weil die Museumsleiterin, Julkas Tante, verdächtigt wird, müssen Julka, ihr Freund Olek und Felka den wahren Täter finden.

Der Hauptpreis der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien ging an "Moon Rock für Monday" von Kurt Martin aus Australien. Darin möchte die unheilbar kranke Monday zum höchsten Berg Australiens fahren. Sie ist überzeugt, dass der Moon Rock sie heilen kann. Unterwegs trifft sie auf Tyler, der nach einem Raub auf der Flucht ist.

Kinderfilmfestival Schlingel
Richtig große Bühne für kleine Stars. Bildrechte: Creative Lens/SCHLINGEL Archiv

MDR-Sonderpreis geht nach Norwegen

Der MDR-Sonderpreis ging nach Norwegen an den Film "Der Sommer, in dem wir allein waren" als "bester europäischer besonderer Kinderfilm". Der ausgezeichnete Film erzählt von Vega. Sie ist neun Jahre alt und sehr korrekt - im Gegensatz zu ihrer kleinen, wilden Schwester Billie und dem ebenso unbesonnenen Vater. Beim Zelten in den Bergen stürzt der Vater in eine Höhle und verletzt sich. Ganz auf sich allein gestellt, müssen die Mädchen Hilfe holen.

MDR-Intendantin Karola Wille unterstreicht die Verantwortung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für Kinderfilme. "Dem MDR liegt als Federführer des ARD/ZDF Kinderkanals und als leidenschaftlicher Unterstützer der Initiative 'Der besondere Kinderfilm' die Förderung des Kinderfilms sehr am Herzen", so Wille.

Es geht um Qualität und Vielfalt in diesem Genre, um hochwertige Angebote, die spielerisch Zugang zu Themen aus der Lebenswelt der Kinder vermitteln, Mut machen und zum Träumen einladen.

Karola Wille MDR-Intendantin

260 Kinder- und Jugendfilme unter Corona-Bedingungen gezeigt

Während des Festivals wurden in der zurückliegenden Woche rund 260 Kinder- und Jugendfilme aus aller Welt in Chemnitz und Zwickau präsentiert. Darunter waren mehrere Uraufführungen und Filme, die erstmals in Deutschland gezeigt wurden. "Wir sind sehr sehr zufrieden. Das ist für uns gar nicht so absehbar gewesen, dass es wirklich möglich ist, so viele Kinder und Jugendliche begrüßen zu können", sagt Festivalleiter Michael Harbauer.

Kinderfilmfestival Schlingel
Bildrechte: Creative Lens/SCHLINGEL Archiv

Insgesamt seien es rund 11.000 Besucher gewesen. "Mehr wäre nach unserem Konzept auch gar nicht möglich gewesen", so Harbauer. Die Einhaltung der Hygieneregeln habe ohne Schwierigkeiten funktioniert. Coronabedingt konnten dieses Jahr viele Filmschaffende nicht nach Sachsen kommen und wurden digital zu Filmgesprächen zugeschaltet.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.10.2020 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Mehr aus Chemnitz und Stollberg

Mehr aus Sachsen