14.10.2019 | 11:38 Uhr Prozess in Chemnitz: Pfarrer als Drogenhändler und -kurier?

Cannabis
Hat ein Pfarrer aus Chemnitz mit Drogen gehandelt, um privat verliehenes Geld zurückzubekommen? Das muss nun das Landgericht Chemnitz herausfinden. Bildrechte: Colourbox.de

Das Landgericht Chemnitz verhandelt seit Montagmittag gegen einen Pfarrer aus Chemnitz. Dem Geistlichen werden Besitz und Handel von Drogen in elf Fällen vorgeworfen. Der Pfarrer wiederholte zum Prozessauftakt sein Geständnis, das er bereits während einer Vernehmung gemacht hatte. Demnach half er mehrfach einem Flüchtling aus dem arabischen Raum beim Transport von Marihuana-Mengen im Kilogrammbereich von Leipzig nach Chemnitz. Später handelte er selbst mit den Drogen.

Möglicher Hintergrund der Fälle im ersten Halbjahr 2018 ist Medienberichten zufolge ein hohes Privatdarlehen des 49 Jahre alten Pfarrers an den Flüchtling, damit dieser seine Familie nach Deutschland holen kann. Mit den Drogengeschäften sollte das Geld für die Rückzahlung beschafft werden. Das Urteil soll in einer Woche fallen.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.10.2019 | 13:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2019, 11:39 Uhr

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