Fleischindustrie Illegale Leiharbeit: Wohnungsdurchsuchung in Chemnitz

Transporter der Bundespolizei stehen in den frühen Morgenstunden an einer Straße.
Die Bundespolizei hat am Mittwoch Razzien in mehreren Bundesländern durchgeführt. Bildrechte: tnn

Die Bundespolizei hat am Mittwochmorgen eine Wohnung in Chemnitz durchsucht. Dies steht in Zusammenhang mit Razzien in vier weiteren Bundesländern. Dabei geht es um die illegale Beschäftigung von Arbeitskräften in der Fleischindustrie. Einer der Beschuldigten der im Fokus stehenden Zeitarbeitsfirmen wohnt in Chemnitz.

Im Visier der Ermittler steht laut Bundespolizeisprecher Christian Meinhold ein Konstrukt aus verschiedenen Zeitarbeitsfirmen, über die mindestens 82 Menschen aus Osteuropa nach Deutschland eingeschleust wurden. Die illegalen Beschäftigten seien unter anderem mit gefälschten rumänischen Identitätskarten ausgestattet worden, um sie als EU-Bürger "scheinlegal" anzumelden, so Meinhold.

Bei den bundesweiten Durchsuchungen waren rund 800 Beamte im Einsatz.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.09.2020 | ab 7:00 Uhr in den Nachrichten

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