06.02.2020 | 16:15 Uhr Rosenburg-Ausstellung eröffnet an der TU Chemnitz

ܜberdimensionale Aktenstapel und Schreibtischlampen stehen in einer Ausstellung am Rande des Deutschen Juristentages.
Die Wanderausstellung "Die Rosenburg - Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit" war 2018 am Rande des Juristentages in Leipzig zu sehen. Bildrechte: dpa

Am Donnerstag wurde an der TU Chemnitz die Wanderausstellung "Die Rosenburg - Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit" eröffnet. Die Ausstellung, die seit 2017 bereits in mehreren Städten im In- und Ausland gezeigt wurde, setzt sich mit der Geschichte des Bundesjustizministeriums kritisch auseinander. Zur Ausstellungseröffnung kamen auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht und der Rektor der Technischen Universität Chemnitz, Gerd Strohmeier.

Verstrickungen mit NS-Regime im Fokus

Die Rosenburg, ein Landhaus in Bonn-Kessenich, war der erste Dienstsitz des Bundesjustizministeriums, das mit der Gründung der Bundesrepublik geschaffen wurde. Das Führungspersonal war zu großen Teilen in das NS-Regime verstrickt. Die Zahl der ehemaligen NSDAP-Mitglieder lag zur "Rosenburg-Zeit" regelmäßig bei mehr als 50 Prozent, Ende der 1950er Jahre war der Anteil sogar höher als 70 Prozent.

Ausstellung bis 5. März in Chemnitz

Die Ausstellung ist bis zum Chemnitzer Friedenstag am 5. März im Foyer des Hörsaalgebäudes in der Reichenhainer Straße zu sehen. Die Bundesjustizministerin ist am Donnerstagabend nach der Ausstellungseröffnung zu einer öffentlichen "Gesprächsrunde über Hass und Hetze im Internet" zu Gast in der Volkshochschule Chemnitz. Die Ministerin stellt sich dabei den Fragen rund um Hasskommentare im Netz und deren Folgen.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 06.02.2020 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 06. Februar 2020, 16:15 Uhr

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