Hundesport Schutzhunde-Weltmeister kommt aus Leukersdorf

Schutzhunde Weltmeisterschaft Leukersdorf
Bei der Weltmeisterschaft im Schutzhundesport konnte sich der 30-jährige Peter Kaspereit mit seinem Schäferhund Yustav gegen die Konkurrenz durchsetzen. Bildrechte: Peter Kaspereit

Peter Kaspereit aus Leukersdorf hat mit seinem siebenjährigen Schäferhund Yustav die Schutzhunde-Weltmeisterschaft in Hannoversch Münden gewonnen. Zusammen erreichten sie 296 Punkte von insgesamt 300 möglichen. Die Disziplinen hießen unter anderem "Fährtensuche", "Gehorsam" und "Scheintäter verbellen".

"Und dann kommen noch verschiedene Sachen dazu. Zum Beispiel Apportieren eines drei Kilogramm schweren Ringholzes auf ebener Erde, dann über eine Meter-Wand und dann über eine 1,80 Meter Schrägwand", erzählt der 30-jährige Kaspereit.

Schutzhunde Weltmeisterschaft Leukersdorf
In drei verschiedenen Disziplinen konnten Kaspereit und Yustav 296 von 300 möglichen Punkten holen. Bildrechte: Peter Kaspereit

Das Verbellen des Scheintäters bezeichnet der Hundeführer als eine Art Mutprobe. Dazu sendet man den Hund im Stadion auf Streife, um den Scheintäter zu suchen. "Und wenn der Hund den Täter gefunden hat, was wahrscheinlich ist, dann soll er ihn stellen und verbellen", so Kaspereit. "Er darf dort natürlich nicht beißen." Falls der Täter fliehen will, soll der Hund das verhindern. "Aber er soll immer auf Zeichen des Hundeführers ablassen und den Täter wieder bewachen", sagt er.

Coronabedingt waren zur diesjährigen Weltmeisterschaft nicht alle Länder vertreten. "Die Brasilianer konnten zum Beispiel dieses Jahr nicht dabei sein", erzählt Kaspereit. Dabei seien aber Teams aus Frankreich, Italien, Schweden, Dänemark, den Niederlanden, Polen und Großbritannien gewesen.

Schutzhunde Weltmeisterschaft Leukersdorf
In die Ausbildung von Yustav investierte Kaspereit viel Zeit. Außerdem züchtet er auch seine eigenen Schäferhunde. Bildrechte: Peter Kaspereit

Wie kam Yustav zu seinem Namen?

Der ungewöhnliche Name seines Hundes Yustav geht auf die Zuchtreihe zurück. Jeder Wurf wird einem Buchstaben zugeordnet. In diesem Fal dem Y. "Was macht man denn mit Y? Und dann sagt der Züchter zu mir, dass manche das Benutzen wie ein J", erzählt Kaspereit über die Namenswahl.

Und dann habe ich gesagt, dann machen wir das einfach wie in Berlin und ich sage immer 'Yustav, jib Jas!'.

Peter Kaspereit Weltmeister im Schutzhundesport

Zum Hundesport kam Kaspereit über seinen Vater, der selbst im Hundesport aktiv ist. Zur Weltmeisterschaft war es ein langer Weg. "Wenn man so einen Hund ausbildet, ist es tägliches Training", sagt er. "Ob nun in der Fährtenarbeit, im Schutzdienst oder in der Unterordnung, weil da viele kleine Elemente dabei sind, die man intensiv trainieren muss."

Quelle: MDR/al/cg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.10.2020 | 16:10 Uhr

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