Ein Zwergflusspferd mit Nachwuchs
Bildrechte: Tierpark Chemnitz/Kevin Rüffer

Zukunftskonzept für Tierpark Stadtrat Chemnitz gibt 40 Millionen für Tierpark frei

Natürlich wird sich der Tierpark Chemnitz nie mit einer überregionalen Attraktion wie dem Zoo Leipzig vergleichen können. Wenn es aber so etliche Chemnitzer gibt, die sagen, sie gehen lieber in den Tierpark nach Limbach-Oberfrohna, dann hat der Tierpark in Limbach-Oberfrohna vieles richtig gemacht. Für Chemnitz heißt das ganz klar: Es gibt Verbesserungsbedarf. Jetzt hat der Stadtrat über ein Zukunftskonzept abgestimmt.

Ein Zwergflusspferd mit Nachwuchs
Bildrechte: Tierpark Chemnitz/Kevin Rüffer

40 Millionen Euro mehr für den Chemnitzer Tierpark innerhalb von gut 20 Jahren - das hat der Stadtrat auf seiner Sondersitzung am Dienstag beschlossen. Mit großer Mehrheit haben die Abgeordneten dem sogenannten "Masterplan 2030+" zugestimmt. Dieser sieht Umbaumaßnahmen von insgesamt 40 Millionen Euro vor. In einem ersten Schritt, der rund elf Millionen Euro kostet, sollen unter anderem Eingangsbereich, sanitäre Anlagen, Kioske, Wege und Umzäunung erneuert werden. In weiteren Schritten soll der Tierpark ein wettbewerbsfähiges Leitthema erhalten. Dafür bietet sich die bereits vorhandene, in Europa einzigartige Amphibiensammlung an.

Zeitreise im Tierpark

Eingangsbereich des Tierparks Chemnitz mit Drehtür, im Hintergrund Bäume.
Auch der Eingangs- und Kassenbereich soll schnellstmöglich modernisiert werden. Bildrechte: MDR/TNN

Die Amphibien stehen am Anfang der Entwicklung der Wirbeltiere. Und jetzt sollen sie auch den Beginn des künftigen Rundgangs durch den Tierpark darstellen: "Eine Zeitreise durch die Erdgeschichte". Der Bogen spannt sich in sieben Themenlandschaften von den Amphibien über die Zeitalter der Giganten (Dino-Saurier), der Entwicklung der Vögel und Säugetiere, der Eiszeit bis hin zur Entwicklung des modernen Menschen und der Domestizierung der Tiere durch ihn.

Tierparkchefin Anja Dube sagt: "Das ist eine Idee, die es - soweit ich weiß - in deutschen Zoos noch nicht gibt." Dazu würden dann auch als Exponate Tiere gezeigt, die heute nicht mehr leben, zum Beispiel Dinosaurier. Andere Tiere, die jetzt noch im Zoo ihre Heimat haben, sollen langfristig aus dem Bestand genommen werden, um für die verbleibenden mehr Platz zu schaffen. Löwen und Leoparden sollen langfristig nicht mehr gehalten werden. Aber auch neue Bewohner werden hinzukommen. In einer geplanten Savannenlandschaft könnten in den nächsten Jahren Nashörner, Giraffen oder Zebras einziehen.

Mehr Besucher

Mit großzügigeren, teilweise begehbaren Tieranlagen und multimedialen Lernstationen will der Tierpark attraktiver für die Besucher werden. Die Millioneninvestitionen sollen aber auch mittelfristig bereits die Anziehungskraft des Tierparks erhöhen. Liegt die Besucherzahl momentan bei rund 165.000, hofft die Stadt auf künftig 200.000 bis 300.000 Besucher jährlich.

Quelle: MDR/nk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.12.2018 | 10:30 Uhr | in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 11. Dezember 2018, 18:39 Uhr

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