Elektromobilität Thyssen-Krupp baut neues Werk in Chemnitz

In Chemnitz entsteht ein neues Werk für Elektromobilität: Die Thyssen-Krupp System Engineering GmbH will hier Maschinen für die Fertigung von Autobatterien bauen.

von Brigitte Pfüller

Batterie-Modul- und Packanlage
Batterie-Modul- und Packanlage, die z.B. am Standort Hohenstein-Ernstthal gefertigt wird. Bildrechte: Thyssen Krupp

Thyssen-Krupp System Engineering will in Chemnitz ein neues Werk bauen. Dort sollen Sondermaschinen entstehen, die für die Fertigung von Antriebsbatterien für Autos gebraucht werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund 20 Millionen Euro. Die Fabrik soll bereits im zweiten Quartal dieses Jahres die Produktion aufnehmen. Die Firma betreibt bereits ein Elektromobilitäts-Kompetenzzentrum im benachbarten Hohenstein-Ernstthal, das aber nach Unternehmensangaben in Zukunft nicht mehr ausreicht, um den wachsenden Bedarf zu decken.

Elektrobatterien als Wachstumsfaktor

"In den nächsten Jahren erwarten wir einen Anstieg der Auftragseingänge. Mit unserem neuen Werk in Chemnitz tragen wir dieser Entwicklung Rechnung", erklärte Ingo Steinkrüger, Geschäftsführer von Thyssen-Krupp System Engineering.

Errichtet wird der neue Produktionsstandort am Rande von Chemnitz auf insgesamt vier Hektar von dem international agierenden Immobilienentwickler VGP Industriebau aus Belgien, der das Gebäude nach der Fertigstellung an den Maschinenbauer vermietet. Geplant ist, dass Thyssen-Krupp je nach Bedarf bis zu 250 Mitarbeiter in dem neuen Chemnitzer Werk beschäftigen wird. 

OB Ludwig: Starkes Signal für Chemnitz

Barbara Ludwig, Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, zeigte sich begeistert: "Die Investition von Thyssen-Krupp System Engineering ist ein starkes Signal und zählt zu den wichtigsten der letzten Jahre. Wir freuen uns sehr, dass Chemnitzer Maschinenbaukompetenz zukünftig noch stärker die Elektromobilität prägen wird."

Thyssen-Krupp System Engineering ist Systempartner für die Automobilindustrie. Zugleich baut der Betrieb auch Anlagen und Testsysteme für die Luftfahrtindustrie und entwickelt Leichtbaukonzepte. Derzeit verfügt das Unternehmen weltweit über 18 Entwicklungs- und Fertigungsstandorte mit insgesamt rund 4.600 Mitarbeitern.

Am Standort Hohenstein-Ernstthal werden mit 400 Beschäftigten automatisierte Fertigungsanlagen sowohl zur Herstellung von Lithium-Ionen-Zellen als auch für die Montag von Batterien entwickelt und gebaut.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.02.2019 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 20:51 Uhr

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11 Kommentare

24.02.2019 15:12 Ekkehard Kohfeld 11

@ D.o.M. 3
Da das ein klassisches Massenprodukt ist, würde mich nicht wundern, wenn uns die Chinesen in 5 Jahren das Geschäft ausgespannt haben. Siehe Solarzellenproduktion!##

Die nächste Frage die sich stellt,wird das Werk jemals etwas produzieren?
Den einige der verwendeten Materialien nennt man nicht umsonst seltene Erden
und die Wirtschaft warnt jetzt schon vor Engpässen und fast überall haben die Chinesen schon den Daumen drauf.

24.02.2019 14:55 Ekkehard Kohfeld 10

in schon länger in Deutschland lebender 7

mit der Wirtschaftz geht es immer weiter Bergauf in Sachsen,

woran das wohl liegen mag? ##

Ganz einfach da ist die AFD dran schuld den die ist an allem schuld auch wenn sie
gar nicht in Regierungscerantwortung ist,fragen sie mal Peter,was der ihr alles
an dichtet.

23.02.2019 23:21 D.o.M. 9

@J.Herder5 Unsere ( ich habe bei Schottsolar gearbeitet) Modulwirkungsgrade hat seinerzeit keiner in den Schatten gestellt. Und auch nicht unsere Ausbeute.
Herr Trittin hat im Jahre 2011 anläßlich einer Diskussion zu chinesischen Dumpingpreisen vor den versammelten Chefs der damals noch existierenden deutschen Solarfirmen gesagt, ihm sei egal wo die Module herkämen, Hauptsache sie kämen aufs Dach

23.02.2019 16:42 Bürger 8

Hier siedelt sich ein bekanntes Unternehmen in Sachsen an und unsere bekannten Sachsenhasser Mediator, Wessi und Peter hat es wahrscheinlich die Sprache verschlagen. Wie kann man nur in so einen braunen Bundesland investieren? Beim sächsischen Uhrenhersteller ward ihr die ersten die sich über die angebliche Nazihochburg aufgeregt haben. Also kommt ihr seid doch sonst immer die ersten.

23.02.2019 16:21 ein schon länger in Deutschland lebender 7

mit der Wirtschaftz geht es immer weiter Bergauf in Sachsen,

woran das wohl liegen mag?

23.02.2019 13:52 Linde 6

Es sollen Maschinen für die Produktion zur von Akkus hergestellt werden.
Also ein Produkt wo technisches Know How gefragt ist.Die Akkus werden dann wahrscheinlich die Chinesen herstellen. Maschinenbau war schon immer ein starker Industriezweig in Chemnitz. Starkes Singnal für Chemnitz in einen Zukunftsmarkt!

23.02.2019 10:20 J.Heder 5

@DoM: Am Weggang der Solarzellen, und Modulproduktion u. a. nach China waren deutsche Unternehmen maßgeblich beteiligt und haben diese selber voran getrieben. Dazu kann man unter ERSOL GmbH und deren Ableger Aimex Solar Hong Kong bei Interesse nachrecherchieren. Aber bereits 2004 gab es auch in Japan (Sanyo); Australien und Korea (Trina Solar usw.) sehr gute Modulproduktionen welche die in Europa erzielten Modulwirkungsgrade in den Schatten stellen und auch heute noch stellen (Panasonic, Sun Power, Benq, LG usw.).
Das sind aktuelle Tatsachen.

23.02.2019 10:03 Ekkehard Kohfeld 4

@ Bürger 2
Und da behaupten immer wieder Kommentatoren Sachsen wird von Investoren und Touristen gemieden. Seltsam die Touristenzahlen steigen Jahr für Jahr und die Investitionen auch.##

Alles nur Schei....Parolen um der AFD (angeblich Rechten) etwas anzuhängen.
Der Ar... geht auf Grundeis.

@ D.o.M. 3
Da das ein klassisches Massenprodukt ist, würde mich nicht wundern, wenn uns die Chinesen in 5 Jahren das Geschäft ausgespannt haben. Siehe Solarzellenproduktion!##

Noch besseres Beispiel siehe Stahl,da hat man gleich das Know-how mit verkauft.

23.02.2019 08:01 D.o.M. 3

Da das ein klassisches Massenprodukt ist, würde mich nicht wundern, wenn uns die Chinesen in 5 Jahren das Geschäft ausgespannt haben. Siehe Solarzellenproduktion!

22.02.2019 22:05 Bürger 2

Und da behaupten immer wieder Kommentatoren Sachsen wird von Investoren und Touristen gemieden. Seltsam die Touristenzahlen steigen Jahr für Jahr und die Investitionen auch.

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