Ticker | #c0709 Lage bei Demos in Chemnitz am Freitag ruhig geblieben

Wieder Polizeigroßaufgebot in Chemnitz +++ 5.000 Zuhörer bei Beethovenkonzert für Offenheit und Vielfalt +++ 2.350 bei "Pro Chemnitz" +++ Anzeige wegen Überfalls auf jüdisches Restaurant in Chemnitz +++ Juristische Aufarbeitung der Ausschreitungen in Chemnitz +++

Chemnitz Demos Freitagabend Karl-Marx-Denkmal
Bildrechte: dpa

Chemnitz hat am Freitag wieder einen Demo-Abend in der Innenstadt erlebt: Bereits seit Tagen lagen in Chemnitz Anmeldungen für Demonstrationen vor. Das rechtspopulistische Bündnis "Pro Chemnitz" versammelte sich am Karl-Marx-Monument. Gleichzeitig hatten Kulturschaffende und Theatermacher zu einem Gratis-Konzert auf den Theaterplatz eingeladen und Tausende sind dieser Einladung gefolgt. Schon vor Beginn dieser beiden Veranstaltungen hatte das linke Bündnis "Chemnitz nazifrei" demonstriert. Die Lage blieb bis in die Freitagnacht friedlich.

22:05 Uhr | Bilanz des Demo-Tages: Sechs Anzeigen, keine Verletzten

Aktuell ist die Lage in der Chemnitzer Innenstadt ruhig. Polizisten sind nach Reporter-Angaben noch im Stadtbild präsent. Unterdessen legte die Polizei eine Bilanz des Tages vor. Elf Hundertschaften mit 1.300 Polizisten waren am Freitag im Einsatz, darunter Reiterstaffeln und Hubschrauber-Besatzungen. Die beiden angemeldeten Versammlungen verliefen demnach störungsfrei. Insgesamt wurden sechs Straftaten angezeigt. Dabei handelte es sich laut Polizei um Verstöße gegen das Vermummungsverbot und um verbotene Gegenstände. Verletzte gab es keine.

20:53 Uhr | Polizei nennt neue Teilnehmerzahlen

An der Demo der rechtspopulistischen "Pro Chemnitz"-Bewegung haben nach Schätzung der Polizei 2.350 Personen teilgenommen. Das sagte ein Polizeisprecherin zum Ende der Veranstaltung MDR SACHSEN. Angemeldet wurden ursprünglich 1.000 Teilnehmer. Beim Klassikkonzert hatten sich 5.000 Zuhörer versammelt. Auf Seiten des Bündnisses "Chemnitz nazifrei" zählte die Polizei 1.000 Demonstranten - doppelt soviele wie ursprünglich angemeldet.

20:47 Uhr | Jüdisches Lokal in Chemnitz attackiert

In Chemnitz ist es vor knapp zwei Wochen offenbar zu einer Attacke auf das jüdische Restaurant "Shalom" gekommen. Wie die Zeitung "Welt am Sonntag" berichtet, bestätigte das sächsische Landeskriminalamt eine Anzeige des Wirts über den Vorfall. Der soll sich demnach am Abend des 27. August zugetragen haben. Etwa ein Dutzend dunkel gekleidete Neonazis sollen das Lokal angegriffen und antisemitische Beleidigungen gerufen haben. Der Lokal-Besitzer Uwe Dziuballa stammt aus einer alteingesessenen jüdischen Familie in Chemnitz. Er wurde während des Angriffs von einem Stein an der Schulter verletzt. Sein Lokal wurde seit der Eröffnung im Jahr 2000 immer wieder zum Ziel antisemitischer Übergriffe. Dazu kamen wiederholt Droh- und Schmähanrufe.

20:37 Uhr | Demos gehen zu Ende

Die Demo des linken Bündnisses ist am Hauptbahnhof Chemnitz zu Ende gegangen. Die Teilnehmer aus Leipzig und Dresden gehen Richtung Bahnsteig. Einheimische Teilnehmer wollen zum Klub Lokomotov am Rande des Wohngebiets Sonnenberg weiterziehen.

Derweil hat auch die rechte Demo ihren Ausgangspunkt erreicht. Zum Ende der Veranstaltung am Karl-Marx-Monument wird angekündigt, dass man am nächsten Freitagabend wieder demonstrieren wolle.

Kurz vor 21 Uhr am 7.9.2018 beendet das rechtspopulistische Bündnis Pro Chemnitz seione Demo am Karl-Marx-Denkmal.
Bildrechte: MDR/Nora Kilény

20:32 Uhr | Generalstaatsanwalt hält Übergriff-Video aus Chemnitz für echt

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hält das Video von einem Übergriff auf Ausländer in Chemnitz für echt. "Wir haben keine Anhaltspunkte dafür, dass das Video ein Fake sein könnte", sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein "Zeit online". Es werde für die Ermittlungen genutzt. Klein wisse nicht, aufgrund welcher Informationen Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen zu anderen Schlussfolgerungen gekommen sei. Maaßen hatte die Echtheit des Videos angezweifelt und war deswegen heftig kritisiert worden. Laut "Zeit Online" zeigt ein bisher unveröffentlichtes weiteres Video teilweise die gleichen Männer, wie sie auf dem von Maaßen angezweifelten Aufnahmen zu sehen sind. Aufgenommen sei das Video von einem Afghanen, der kurz danach mutmaßlich zum Opfer eines ausländerfeindlichen Übergriffs wurde.

20:11 Uhr | Konzert geht weiter

Vom Regen lassen sich die Chemnittzer Kulturschaffenden nicht abhalten. Das Konzert ist mit Beethovens 9. Sinfonie nach kurzer Pause weitergegangen. Jetzt erklingt die berühmte "Ode an die Freude".

Mit der ode an die Freude geht Beethovens 9. Sinfonie in Chemnitz am 7.9.2018 zu WEnde. trotz des Regens lauschen tausende Zuhörer dem konzert.
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

20:05 Uhr | Bundespräsident gegen Demokratieverachtung

Während Teilnehmer der rechten Demo in Chemnitz "Merkel-muss-weg" und "Lügenpresse"durch die Innenstadt rufen, verlangt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen sachlichen Dialog. Er rief zum Engagement gegen "grundlose Wut" und "Demokratieverachtung" auf. Bei einem Bürgerfest sagte er: "In der Demokratie muss gestritten werden, notfalls auch laut, aber es geht nicht ohne den Willen zur Verständigung und nicht ohne Respekt vor anderen und den Institutionen der Demokratie." Einschüchtern lassen dürfe man sich nicht. "Deshalb ist es gut, dass Menschen nicht nur gegen etwas auf die Straße gehen, es ist gut, dass sich auch diejenigen, die für Demokratie und Zusammenhalt stehen, zeigen."

19:41 Uhr | Beethoven-Musik gegen Petrus

Regenschauer über dem Chemnitzer Theaterplatz. Viele Zuhörer suchen Regenschutz oder spannen eilig Regenschirme auf.

19:35 Uhr | Verbale Auseinandersetzungen

MDR-Reporter berichten von verbalen Auseinandersetzungen zwischen rechten und linken Demonstranten. Die Polizei hat jedoch die Lage im Griff. Der Demonstrationszug des rechtspopulistischen Bündnisses hat in der vergangenen Stunde Zulauf bekommen. Beobachter sprechen von etwa 1.500 Teilnehmern.

19:31 Uhr | Nächstes Montagskonzert angekündigt

Noch steht Chemnitz unter dem Eindruck der drei heutigen Veranstaltungen, da kündigt die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE) bereits das nächste Konzert am Karl-Marx-Denkmal an. Am kommenden Montag soll es wieder ein Montagskonzert geben in Kooperation mit der Initiative "Chemnitz ist weder grau noch braun". Das Konzert soll zwischen 18 und 20 Uhr stattfinden. Mit dabei die Bands: "Die Zöllner", "Apfeltraum", "Robert Gläser Trio" und die "Steinlandpiraten". Zum Gratis-Konzert werden 2.000 Gäste erwartet.

19:20 Uhr | Beide Demos gestartet

Sowohl das "Bündnis nazifrei", als auch "Pro Chemnitz" haben die Straße der Nationen verlassen und laufen in entgegengesetzte Richtung um die Chemnitzer Innenstadt.

19:10 Uhr | 5.000 Menschen beim Klassik-Konzert

In diesen Minuten hat das Konzert für Offenheit und Vielfalt der Chemnitzer Theater mit Begrüßungsreden begonnen. 4.500 Stühle haben die Organsiatoren auf den Theaterplatz gestellt. Nach Reporteragaben des MDR sind alle Plätze gefüllt. Etwa 500 Zuhörer stehen an den Seiten. Besucher sagten in Interviews vorab, sie wollten mit ihrem Besuch nicht nur gute Musik hören, sondern auch zeigen, dass Chemnitz offen und tolerant ist. Mehr als 40 Musiker anderer Ensemble unterstützen ihre Kollegen bei diesem Konzert.

19:00 Uhr | Sammelbecken für Unzufriedene

Für den "Rundgang" durch die Stadt hat "Pro Chemnitz" einen Sack voll Deutschland-Fahnen mitgebracht. Die Fahnen sollen unter den Demonstrationsteilnehmern verteilt - und später wieder zurückgegeben werden. Unterdessen erklärt ein Redner, dass bei dieser Demo alle Unzufriedenen willkommen seien, auch Wähler von SPD und Grünen.

18:50 Uhr | Teilnehmerzahlen wie angekündigt

Die Polizei schätzt, dass aktuell in Chemnitz 1.000 Teilnehmer auf rechter Seite und 500 Demo-Teilnehmer auf linker Seite zusammengekommen sind.

18:38 Uhr | Hunderte Menschen sammeln sich für rechte "Pro-Chemnitz"-Demo

Vor dem Marx-Denkmal sind nach Reporterangaben mehr als tausend menschen zusammengekommen. Die Demo des rechtspopulistischen Bündniosses "Pro Chemnitz" hat noch nicht begonnen. Die ersten Reden werden gehalten.

Demonstranten sammeln sich am 7.9.2018 für die Demo der rechtspopulistischen Gruppierung "Pro Chemnitz" am Karl-Marx-Monument.
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

18:11 Uhr | Redner wollen Chemnitz nicht den Rechten überlassen

Die Demo-Teilnehmer aus Leipzig sind mittlerweile am Stadthallenpark angekommen. MDR-Reporter schätzen, dass sich etwas mehr als 300 Menschen zusammengefunden haben. Die Kundgebung hat begonnen. Ein Redner erklärte, man habe zur Gegendemo aufgerufen, weil man verhindern wolle, dass die Rechten "über Monate" hinweg demonstrierten. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Rechte eine ganze Stadt übernehmen und den politischen Diskurs so bestimmen, wie sie es jetzt gerade tut".

17:49 Uhr | Erste Kundgebung noch nicht gestartet

Die Kundgebung des linken Bündnisses hat noch nicht begonnen. Aktuell wartet man noch auf Demonstranten aus Leipzig, die per Bahn anreisen. Polizeibeamte - auch auf Motorrädern - sichern die Veranstaltung ab. Zur Unterstützung am Freitagabend sind Polizisten aus sechs Bundesländern und der Bundespolizei im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher.

Die Kundgebung der Linken und bürger hat in chemnitz am 7.9.2018 begonnen. Die Polizei sichert die Lage mit einem Großaufgebot ab.
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

17:30 Uhr | Bisher nur wenige Bürger im Stadtgebiet

Am Treffpunkt des linken Bündnisses in der Innenstadt sind bislang etwa 80 bis 100 Menschen zu sehen, beschreiben MDR-Reporter die Lage. Um 17.30 Uhr soll die Demo beginnen, zu der 500 Teilnehmer angemeldet worden sind.

Am 7.9.2018 sind Bürger zur Gegendemo in Chemnitz aufgerufen. Am Stadthallenpark versammelten sich am Nachmittag keine 100 Menschen. 17.30 Uhr sollte die Demo beginnen.
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

17:00 Uhr | 22.100 Euro Spenden beim #wirsindmehr"-Konzert

Beim «#wirsindmehr»-Konzert in Chemnitz sind am vergangenen Montag etwas mehr als 22.100 Euro Spenden gesammelt worden. Das teilten die Veranstalter auf Facebook mit. Das Geld soll zur einen Hälfte an die Familie des 35-Jährigen übergeben werden, der nach dem Stadtfest vor zwei Wochen erstochen worden war. Die andere Hälfte gehe zu gleichen Teilen an das Bündnis "Chemnitz Nazifrei" und die Opferberatung "RAA Sachsen".

16:51 Uhr | Orchester stimmt sich ein

Die Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie stimmen in diesen Minuten ihre Instrumente auf der Bühne des Theaterplatzes. Noch sind die Stuhlreihen leer. Auf großen Tafeln haben Beteiligte mit Kreide Aufrufe für Toleranz und Mitmenschlichkeit geschrieben.

Auf dem Theaterplatz Chemnitz proben am 7.9.2018 gegen 17 Uhr die Musiker für das Abendkonzert. Auf Tafeln haben sie mit Kreide Statements für Toleranz und gegen Rassismus geschrieben.
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

16:45 Uhr | Polizeigroßaufgebot in Chemnitz

Die Polizei ist mit verstärkten Kräften im Einsatz, um die drei Veranstaltungen abzusichern. Unterstützung bekommen die Beamten auch aus anderen Bundesländern.

16:43 Uhr | Ostbeauftragter: Müssen mit Ton umgehen lernen

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), verlangt, einander zuzuhören. "Der Kampf um Meinungen und Haltungen" finde in Ostdeutschland viel öffentlicher statt. "Dass das nicht in einem Ton geschieht, der in den eingeübten Konsens des politischen Sprechens passt, mag uns nicht gefallen, aber wir müssen damit umgehen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es gebe aber in der Auseinandersetzung eine Grenze, an der deutlich Stopp gesagt werden müsse. In Chemnitz seien auch solche Szenen zu sehen gewesen.

16:36 Uhr | Drei Veranstaltungen angemeldet und genehmigt

Für den Abend hat die rechtspopulistische Bewegung "Pro Chemnitz" in der Innenstadt wieder eine Demonstration mit rund 1.000 Teilnehmern angemeldet. Auf dem Theaterplatz in Chemnitz findet zeitgleich ein kostenloses Open-Air-Konzert der Chemnitzer Theater unter dem Motto "Kultur für Offenheit und Vielfalt" statt. Dabei werden Musiker der Chemnitzer Oper und anderer Institutionen die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven spielen. Die Künstler wollen damit "den Tendenzen zu Fremdenfeindlichkeit, Hetze und Gewalt konsequent entgegentreten". Eine Privatperson hat unter dem Motto: "Wir bleiben - antifaschistisch aktiv" eine Demo mit 500 Teilnehmern angemeldet.

16:30 Uhr | Generalstaatsanwalt hat 120 Anzeigen auf dem Tisch

Nach den Ausschreitungen in Chemnitz ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Dresden in 120 Fällen. Es gebe allerdings ein "Riesenproblem mit der Zuordnung zu Personen", sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein. Er gehe davon aus, dass zum Teil gegen dieselben mutmaßlichen Täter mehrere Anzeigen gestellt wurden. Daher könne zur exakten Zahl beteiligter Personen an den Delikten noch nichts gesagt werden.

Quellen: MDR/kk/dpa/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.09.2018 | ab 17:00 Uhr in den Nachrichten
SACHSENSPIEGEL | 07.09.2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. September 2018, 17:00 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

204 Kommentare

09.09.2018 23:32 DER Beobachter @ Ralf Meier 204

Sie haben recht, die Medien zitieren einander und Bild, aber tw. jeder unter einem anderen Fokus. Das Komische ist: unter Insas eigenem Auftritt stehen zwar verschiedene Umfragen vom August zur Asylproblematik, die in den Medien m.W. überhaupt nicht thematisiert werden, aber eben nicht die letzte Umfrage letzte Woche und die vorherige, zwischen denen die Medien Vergleiche über die Zustimmung zur Asylpolitik ziehen. Fazit des Medienvergleiches ist jedenfalls, dass die Zustimmung seit August etwas gewachsen sei... Wie gesagt, es fehlen vollständig die belastbaren Daten von Insa selbst, egal wie man die Medieninfos nun deuten mag oder diese jedenfalls deuten...

09.09.2018 23:05 DER Beobachter 203

Je mehr die Freunde Maaßens und der Rechten hier die Videos und die Aussage "Hetzjagd" bezweifeln, umso weniger kommt man umhin, sich die Videos nochmal anzuschauen und das Gesehene zu durchdenken. O-Ton des AfD-Videos: Wie die rennen, die Zecken, Ausländer raus, kauft kein Bier bei den Ausländern. Zum Video, wo auf den ersten Blick ein fremd Aussehender zu provozieren scheint, sieht man, wie eine Frau gegen die rechte Masse protestiert, bis ein Polizist, offenbar der einzige nahe dran, sie zu ihrer "eigenen Sicherheit" bitten muss, lieber nicht zu protestieren. Zum "Hasi"-Video: Man sieht, wie ein Fremder über eine mehrspurige Hauptstraße rennen muss, man sieht, wie Fahrzeuge abbremsen müssen und die Verfolgenden genau erst am Verkehr sich zurückziehen. Zum Video am dänischen Bettenlager: rechts versucht eine Gruppe rennender Polizisten rennende offenbar Rechte zu überholen, bremst sie und drängt sie zurück: doch wohl um eine Gefahrenlage abzuwehren?

09.09.2018 22:43 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 202

@ 198:
Selbst hier beim MDR sind einige Berichte zu den 'Hatzen' zu finden...
Wenn man dann mal außerhalb des MDR eine kleine 'eigene Presseschau' durchführt, findet man viel Berichte und durchaus mal Links zu 'längeren Videosequenzen' und zu anderen 'rassistischen Ausfällen' in Chemnitz.

Suche mal nach "Hasi-Video"... oder schaue es Dir auf der 'absolut integeren Antifa'-Seite an...
Das 'schärfste' an der Situation ist in der Tat, daß "Hasi" auf Frauchens "Du gehst da jetzt nicht hin!" tatsächlich wieder 'kehrt macht'...

Und somit haben wir nun auch die Lösung für das 'Problem' mit den Rechtsextremisten: hinter jedem "Neonazi-Hasi" steht eine resolute Frau, die ihm von "Dummheiten" abhält:
"Hasi!! Das ist - mal wieder - keine gute Idee!!"

09.09.2018 22:02 Hans 201

Erst kommt die Tat, blitzschnell danach kommen die Neonazis.

09.09.2018 21:57 DER Beobachter @ Querdenker 200

Ist Job der Kriminalbeh., Justiz, VS, auch "im Nachhinein autorifizierbare Beweise" zu sichern u. zu verwerten. Sie haben insofern recht, dass diese Behörden sich mäßig. zu verhalten haben, aber nicht mit unseriös. Behauptg., die noch gar nicht polizeil. gesichert sind. So hat Maaßen eben nicht zur Beruhig. beigetragen. Polit. hingegen muss doch schneller auf sagen wir Schieflagen reagieren, u. zu denen gehören nunmal auch die wie auch immer zu bezeichnend. Ereignisse in C nach dem Verbrechen. Vllt. sind wir uns ja wenigstens dahin gehend einig, dass das Gesicherte (Hitlergrüße, Angr. auf Migranten und Juden, man kauft kein Bier bei Ausländern, Hasi bleib hier, wir sind die Fans von A.H., wie die rennen die Zecken, Poliz., die in Vollmontur Geschehen begleiten müssen, dazu von Spielen abgerufen werden müssen, obwohl am So. keine irgendwie Gefahr von Linken u. Migranten) kein Zustand sein kann. Übrig. will lt. Bild das Innenminist. nichts von Absprachen mit Maaßen wissen...

09.09.2018 21:50 ralf meier 199

@Beobachter Nr. 193 : Hallo, vielleicht schauen Sie auch mal selber unter den von mir gegebenen Stichworten nach. Dafür gebe ich sie Ihnen doch. Also Stichwort 'Insa Umfrage Flüchtlingsplitik'.
Da werden sie einige Artikel aus der Qualitätspresse finden, die etwas verkürzt formuliert feststellen, das eine große Mehrheit der Bevölkerung eine deutlich restriktivere Asylpolitik fordert, als sie von Frau Merkel und damit erst recht von den anderen Altparteien praktiziert bzw gefordert wird.

PS zwar OT aber kurz erwähnt. Der von ihnen genannte Weltartikel mit einer Prognose von 27 % für die AFD 'im Osten' bei einer Bundestagswahl hat mich genau so irritiert wie Sie.

09.09.2018 21:19 Norbert NRW 198

@196 Also da hat man ihrer Meinung nach Alles zu glauben was einem vorgesetzt wird, natürlich nur dann wenn es aus der richtigen Richtung kommt. Na das ist auch ne Auffassung von Beweislage und Rechtsempfinden. Ich habe noch nichts anderes gesehen als max. 5 Sek. Handyvideo von der absolut integren Antifa ins Netz gesetzt. Augenzeugenberichte sind schlussendlich nur so glaubwürdig wie die Summe die da hinter steht...
Schönen Gruss nach Wolkenkuckucksheim...

09.09.2018 19:26 Bronko 197

O.T., Der Querdenker aus der LR, als man dort noch kommentieren durfte. Ist ja nicht mehr möglich, die haben mit ihrer Wendlerin auch irgendwie Angst oder zu wenig irgendwas oder was auch immer. Grüße von hier, aus Randsachsen, immer gern gelesen!

09.09.2018 19:17 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 196

@ 195:
Zitat "Die nachträgliche Suche nach Beweisen und Authentizität wirkt hilflos und lächerlich."

Wenn es nicht so viele "Zweifler" gäbe, wären die 'Augenzeugenberichte' kaum angezweifelt worden. So führen unnötige Zweifel zu einer unnötigen Verzögerung der Aufklärung und zu einer angeweifelten Realität...

Man könnte sagen: ohne die 'unnötigen Zweifler' würde es in Deutschland bedeutend einfacher laufen... es ist zum Verzweifeln!

09.09.2018 18:22 Querdenker 195

Wer sich als Bundesregierung derartig weit aus dem Fenster lehnt, und Propagandabegriffe zur *Stimmungsverstärkung* der Presse und der linken Seite wie ein Ball zuspielt, der sollte schon sehr starke Beweise - zu diesem konkreten Zeitpunkt - haben. Zu toppen waren die Propagandabegriffe der Bundesregierung offenbar nur noch mit „Pogrom“. Das hat auch nicht lange auf sich warten lassen.

Die nachträgliche Suche nach Beweisen und Authentizität wirkt hilflos und lächerlich.

Das Ganze erinnert eher an die Propaganda von Erdogan in der Türkei!

Danke an Herrn Hans-Georg Maaßen, dass er mit seinem Interview ein „Stoppschild“ aufgestellt hatte und die verbale Hetze ableitete und die Stimmung indirekt dadurch beruhigte. Das war wirkungsvoller als „runde Tische“ oder „Dialogrunden“ wo „Beruhigungstabletten“ verteilt werden.

Zitat: „Lage bei Demos in Chemnitz am Freitag ruhig geblieben“