Weitwinkel-Aufnahme vom DDV-Stadion
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Ticker | Neues nach den Ereignissen in Chemnitz | 31.08.2018 Wegen Demonstrationen: Fußballpartie Dynamo Dresden - HSV abgesagt

Tatverdächtiger soll zwei Identitäten gehabt haben +++ Ex-Grüne Hermenau: Bundesregierung sollte Fehler eingestehen +++ Bundespolitiker kommen zu "Herz-statt-Hetze"-Demo in Chemnitz +++ Schweiz warnt vor Besuch von Demonstrationen in Deutschland +++

Weitwinkel-Aufnahme vom DDV-Stadion
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18:37 Uhr | Wegen Demonstrationen: Fußballpartie Dynamo Dresden - HSV abgesagt

Auf Weisung des Sächsischen Innenministeriums hat die Deutsche Fußball Liga am Freitag das für Sonnabend geplante Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und dem Hamburger SV abgesagt. Hintergrund sei, dass die für das Spiel in Dresden vorgesehenen Polizisten bei den Demonstrationen in Chemnitz benötigt werden. Landespolizeipräsident Jürgen Georgie sagte, dass die Polizei mit einer Teilnehmerzahl im unteren fünfstelligen Bereich rechne. "Alle verfügbaren Kräfte der Polizeien der Länder und des Bundes werden morgen in Chemnitz im Einsatz sein." Es habe daher keine andere Wahl gegeben, als die Verlegung des Fußballspiels zu beantragen.

18:34 Uhr | Kulturbündnis sieht Menschenwürde in Gefahr

Auf Initiative des Kulturbündnisses "Hand in Hand" ist am Freitag an einem Chemnitzer Hochhaus ein Banner mit der Aufschrift "DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST ANTASTBAR – Artikel 1 (1) Grundgesetz, Stand 27.08.2018" angebracht worden. Das Banner soll darauf hinweisen, dass durch die Ausschreitungen vom Montag Grundwerte in Gefahr geraten. Nach eigenen Angaben will sich das Bündnis am Sonnabend der Kundgebung für ein weltoffenes und tolerantes Chemnitz anschließen.

In der Chemnitzer Innenstadt wurde ein 17 mal sieben Meter großes Banner installiert. mit der Aufschrift "Die Würde des Menschen ist antastbar".
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17:43 Uhr | Sachsens Justizminister kritisiert Jobangebot für suspendierten JVA-Angestellten

Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow hat mit Unverständnis auf ein Jobangebot des baden-württembergischen AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple an den suspendierten Vollzugsbeamten reagiert. Der Mann hatte eingeräumt, illegal den Haftbefehl eines mutmaßlichen Täters der Messerattacke von Chemnitz veröffentlicht zu haben. "Es ist äußerst befremdlich, wenn nun Personen oder Gruppierungen, die meinen, den Interessen des Rechtsstaates zu dienen, solch kriminelles Verhalten als mutig bezeichnen oder sogar Jobangebote in Aussicht stellen", sagte Gemkow

17:23 Uhr | Tatverdächtiger soll zwei Identitäten gehabt haben

Der nach dem tödlichen Messerangriff in Chemnitz festgenommene Iraker hatte sich laut der Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschusses, Andrea Lindholz, mehrere Identitäten zugelegt. "Ich weiß, dass er mit zweifach gefälschten Papieren unterwegs gewesen ist und dass sich der Mann zweimal in die Niederlande abgesetzt hat", sagte Lindholz.

16:57 Uhr | Schweiz warnt vor Besuch von Demonstrationen in Deutschland

Auf ihrem Twitteraccount hat die Schweiz ihre Bewohner vor Demonstrationen in Deutschland gewarnt. In deren Umgebung sollten die Besucher "Vorsicht walten" lassen, "...da Ausschreitungen möglich sind."

16:16 Uhr | Demonstration gegen Rechtsextremismus vor Landesvertretung Sachsens

Vor der sächsischen Landesvertretung in Berlin haben rund 1.000 Menschen gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit protestiert. Sie trugen Transparente mit der Aufschrift "Sachsen. Stopp den Mob" und "say no to racism". Die Polizei sprach von mehreren hundert Teilnehmern und einem friedlichen Verlauf.

Etwa tausend Menschen nehmen an einer Kundgebung gegen Rechts unter dem Motto - Sachsen: Stopp den Mob - vor der Sächsischen Landesvertretung teil
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16:00 Uhr | Bundespolitiker kommen zu "Herz-statt-Hetze"-Demo in Chemnitz

Zur Aktion "Herz statt Hetze" werden nach Angaben der Organisatoren am Sonnabendnachmittag auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Bundestagsabgeordneten Cem Özdemir und Dietmar Bartsch von den Grünen und der Linkspartei erwartet.

14:30 Uhr | MDR SPUTNIK überträgt Konzert in Chemnitz

Als Antwort auf die jüngsten Ausschreitungen in Chemnitz haben sich namhafte Künstler spontan zusammengeschlossen, um mit einem Konzert ein Zeichen zu setzen. MDR SPUTNIK wird die Veranstaltung auf dem Platz am Karl-Marx-Monument am Montag ab 17 Uhr live übertragen. Unter dem Motto "Wir sind mehr" treten neben den Rappern Marteria und Casper auch Die Toten Hosen, K.I.Z., Feine Sahne Fischfilet und die Lokalmatadoren Kraftklub und Trettmann auf.

14:20 Uhr | Ex-Grüne Hermenau: Bundesregierung sollte Fehler eingestehen

Die frühere Grünen-Politikerin Antje Hermenau kritisiert im Gespräch mit dem MDR, dass es in Chemnitz von Anfang an nicht um den Tod des 35-Jährigen gegangen sei. Vielmehr hätten viele Menschen mit ihren Vorurteilen Recht behalten wollen, so Hermenau, die sich im Laufe des Gesprächs auch zum Sozialstaat äußert.

14:15 Uhr | Politologe kritisiert eigentümliches Demokratieverständnis im Osten

Die Ausschreitungen in Chemnitz sind nach Ansicht des Freiburger Politologen Ulrich Eith auch auf ein "eigentümliches Demokratieverständnis" in Teilen Ostdeutschlands zurückzuführen. Solch ein Demokratieverständnis habe es auch im Westdeutschland der 1950er und 60er Jahre gegeben, sagte Eith von der Albert-Universität Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. "Freie Meinungsäußerung wird in Anspruch genommen, gleichzeitig herrscht ein völliger Mangel an Respekt vor anderen Meinungen - deren Vertreter werden ganz massiv attackiert." Oft werde Demokratie mit einer Art Vollkaskoversicherung verwechselt. "Und schließlich denken manche, wenn sie etwas wollen, dann hat das auch so zu passieren. Ist das nicht der Fall, wird sofort unglaublich rigide und aggressiv vorgegangen."

14:10 Uhr | Chemnitzer Tatverdächtiger hätte 2016 abgeschoben werden können

Der nach einer tödlichen Messerattacke in Chemnitz festgenommene Iraker hätte nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Chemnitz bereits im Mai 2016 abgeschoben werden können. Demnach sei eine Abschiebung nach Bulgarien zulässig gewesen. Die Abschiebung sei in der Folgezeit aber nicht vollzogen worden, weshalb die Überstellungsfrist von sechs Monaten abgelaufen war. Zuerst hatten "Welt" und "Nürnberger Nachrichten" berichtet.

14:00 Uhr | Jobangebot für leakenden JVA-Mann

Der Dresdner Justizbeamte, der den Haftbefehl gegen einen der mutmaßlichen Täter der Messerattacke von Chemnitz veröffentlichte, hat ein Jobangebot von der AfD erhalten. Einen Tag nachdem der Dresdner an die Öffentlichkeit gegangen war, meldete sich der baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple zu Wort. Er bezeichnete ihn als Helden und bot ihm eine Stelle an.

13:50 Uhr | Innenminister dankt Chemnitzer Sicherheitskräften

Sachsens Innenminister Roland Wöller hat den Polizeieinsatz beim Diskussionsforum der Regierung mit Einwohnern von Chemnitz als Erfolg verbucht. "Ich danke allen Sicherheitskräften für ihren Einsatz. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass das Bürgergespräch und die Versammlungen ohne größere Störungen verliefen", sagte Wöller am Donnerstagabend. Laut Wöller hatten 1.200 Polizisten aus fünf Bundesländern und der Bundespolizei in Chemnitz für Sicherheit gesorgt. Am Rande des Dialogforums versammelten sich nach Polizeiangaben rund 900 Demonstranten der rechtspopulistischen Bewegung "Pro Chemnitz".

13:45 Uhr | Presseschau zu den Ereignissen in Chemnitz

Die Ausschreitungen von Chemnitz sorgen in ganz Deutschland für Schlagzeilen. Verschiedene Zeitungen setzen sich mit der Gefahr des Rechtsextremismus auseinander und erforschen die Ursachen.

Quellen: MDR/sth/dpa/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 31.08.2018 | ab 5:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 31. August 2018, 19:13 Uhr

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40 Kommentare

01.09.2018 21:40 Rico 40

"Demnach hätte er bereits vor rund zwei Jahren abgeschoben werden können." KÖNNEN? Bei den Migranten KÖNNEN also unsere Gesetze angewandt werden!? Und sich dann wundern, wenn Leute auf die Strasse gehen....

01.09.2018 21:16 Stefan 39

Es ist natürlich bedauerlich, das wegen des Ereignis beim Chemnitzer Stadtfest auch das Fußballspiel abgesagt werden musste.

01.09.2018 15:45 ralf meier 38

@ralf meier/Moderation Nr 27 mit der Bitte um Veröffentlichung:

Wenn anonym genannte Zeugen, wie im MDR Artikel 'Spontane Demos nach tödlicher Auseinandersetzung' zu lesen, behaupten:
'Dem Zeugen zufolge kam dabei mindestens ein Migrant zu Fall und wurde, am Boden liegend, von den Angreifern geschlagen und getreten. Die Polizei habe weitere Ausschreitungen verhindert ' und die Polizei ebenfalls laut Artikel anschließend feststellt: 'Den dortigen Bericht eines Zeugen konnte die Polizei nicht bestätigen' dann darf und muß man zumindest an der Aussage dieser Zeugen Zweifel anmelden. Damit ist auch die Frage geklärt: ' unklar ist, wie sie darauf kommen, dass die Polizei Zeugenaussagen bestätigt oder gar nicht bestätigt'.

Bei allem Diskurs: Herzliche Grüße zurück!

01.09.2018 14:42 Querdenker 37

Wer den Bürgerdialog verpasst hat, der kann nach:

„youtube 30 08 2918 Chemnitz Teil 1“

„youtube 30 08 2018 Chemnitz Teil 2“

schauen.

Im ersten Video ab 4.20 sagt Michael Kretschmer (CDU)

Zitat: „... wenn man das beschreibt unter dem Motto „Hetze durch die Stadt“ oder „Pogrom“, dann trifft das nicht das, was da stattgefunden hat. Das ist total überzeichnet, das ist Unfug, dem muss man entgegen treten …“

Natürlich ist jeder Fall von Übergriff ein Fall Zuviel und es gab auch einzelne wenige Vorfälle, aber diese eigentlich schon Propaganda war so nicht in Ordnung. Hat mich ein wenig an die Anfänge von Pegida Dresden erinnert, wo ca. 25.000 Bürger demonstriert haben und die „Nazikeule“ ausgepackt wurde.

Es wurde scheinbar versucht die Deutungshoheit zu erlangen? Das Tötungsdelikt und die Schwerverletzten und die Probleme der Menschen rückten stark in den Hintergrund.

01.09.2018 14:15 Wolfgang Nawalny 36

@28 Optinator - Sie schreiben: "Viele Bürger wissen sich einfach nicht mehr zu helfen, es bleibt nur der Protest."

JA, genau so sehe ich es auch und viele andere wie man sieht ebenso. Ich finde die die Veröffentlichung des Haftbefehls gerade zu diesem Zeitpunkt und gerade in dieser Situation sehr richtig und ja - auch mutig. Hätten wir je erfahren was diese Person mit mehreren Identitäten auf dem Kerbholz hat? Ist es nicht ein weiterer Beweis wie unsere "offziellen Stellen" entweder unwissend sind oder gar schludern? Haben die Mehrfachidentitäten gar System? Fragen über Fragen und einige Antworten ergeben sich nun auch von selbst.

01.09.2018 13:53 Nabucco statt Punkrock 35

werden sich vor allen die Teilnehmer des angekündigten Schweigemarschs wünschen und evtl. auch über Ohrstöpsel anhören.
Auch hier unterscheiden sich die "Geister" der beiden Lager gewaltig.
Und auch ich hege Zweifel, dass kurz nach der Ermordung und weiteren durch einen Afghanen aus Deutschland lebensgefährlich zugefügten Messerstichen in Amsterdam ein Tanz auf den Gräbern pietätvoll scheint.

[Liebe User,
bitte bleiben Sie beim Thema.
Kommentare ohne Bezug zum Thema des Artikels werden entsprechend unserer Kommentarrichtlinien (http://www.mdr.de/service/kommentarrichtlinien100.html) nicht freigegeben.
Ihre MDR.de-Redaktion]

01.09.2018 13:40 Hanilein 34

@24 Fortsetzung, s.a. Bemerkung MDR. Dazu passend gerade 12.15 MDR Kultur. Wieder ein Experte: " Schriftsteller Jan Kuhlbrodt kommt aus Chemnitz. Wie blickt er auf die Stadt?" Extrakt daraus, nicht wörtlich: Nicht alle sind NAZIs, aber die kommen nicht raus in die bunte Welt, höchsten nach Mallorca und "fressen " am "Bratwurschstand" statt zum Griechen zu gehen." Ich werde mich Montag im MDR - Kultur über die ständig subtile
Infiltration von "Experten" beschweren. Ein normaler Bürger kommt kaum zu Wort. Warum nicht eine "Monika Kraus" (s.u.) die an den Politikern/ Kretschmer dort im Bürgerdialog deutlich Kritik übt.
Wenn hier kein ehrlicher Dialog stattfindet, findet der Unmut eben auf der Straße statt. Und wenn der Wutpegel steigt, ist den Leuten egal, ob der Nachbar "AFD" wählt. Viele sagen Deja-vu 1989. Die Medien waren damals unter Kontrolle der NATIONALEN FRONT und Sprachrohr "Der Arbeiterklasse". MERKT ihr das NICHT ? Und Immer WEITERSO ?
13.40

01.09.2018 13:08 Pirnaerin 33

Hiermit fordere ich die Bundespolitiker auf, sich persönlich bei den Angehörigen des Opfers für die verfehlte Flüchtlingspolitik zu entschuldigen.
Das wäre mal ein Zeichen. Aber stattdessen laufen Schwesig, Özdemir und Bartsch lieber mit den linken Chaoten mit, die regelmäßig bei Demos Polizisten mit Steine bewerfen.
Genauso wenig habe ich kein Verständnis für Rechtsradikale.
Mein Respekt gilt den Menschen, die gegen die kriminellen hier Schutz-Gefundenen demonstrieren. Fr. Merkel muss endlich verstehen, dass sie die Rechnung ohne das Volk gemacht hat, denn auch viele Menschen im Westen begehren mittlerweile gegen Merkels Politik auf.
Wir Sachsen lassen uns weder von rechten Chaoten, linken Chaoten, noch von kriminellen " Goldstücken" überrennen.
Ich bin stolz , eine Sächsin zu sein.

01.09.2018 12:47 Querdenker 32

Zitat: „Politologe kritisiert eigentümliches Demokratieverständnis im Osten“

Ein eigentümlicher Politologe, der ein *weitgehendes* Urteil über Menschen im Osten fällt und der grünen Heinrich-Böll-Stiftung nahe steht (siehe „Ulrich Eith Heinrich-Böll-Stiftung“).

Die Menschen im Osten unseres Landes haben sich die Demokratie erkämpft und bekommen haben sie, das sie alle 4 Jahre ein Kreuz machen dürfen und nun die Demokratie auch noch durch Brüssel stark verwässert wird. Es ist Zeit die Demokratie weiter zu entwickeln (siehe „wiki Direkte Demokratie in Deutschland Umfrageergebnisse“).

Die Ausführungen vom Politologen erinnern mich an:

siehe „nwzonline Nwz-Analyse Zum Ossi-Bashing Vom Drang, eine Dusche zu nehmen“

Zitat: „Wir Ostdeutsche sind zum Buhmann und zum Hassobjekt des Juste Milieu der westlichen Bundesrepublik geworden. Auf uns – das ist Konsens – kann man bequem einprügeln, ohne ernsthaften Widerspruch fürchten zu müssen.“

01.09.2018 12:38 finde den Fehler.... ( Vermeidbarkeit ist nachfolgend aufgeführt) 31

Art. 16aGG(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
(2) 1Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. 2Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt. 3)In den Fällen des Satzes 1 können aufenthalts-beendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden.(3) 1Durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können Staaten bestimmt werden, bei denen auf Grund der Rechtslage, der Rechtsanwendung und der allgemeinen politischen Verhältnisse gewährleistet erscheint, daß dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung .