25.01.2020 | 17:57 Uhr Trödeln statt streiken bei "Fridays for Future" in Chemnitz

Ein Mädchen steht an einem Kleiderständer.
Bildrechte: MDR SACHSENSPIEGEL

Die "Fridays for Future"-Bewegung in Chemnitz hat am Sonnabend einen solidarischen Flohmarkt organisiert. Damit sollte eine Abwechslung zu den Streiks geschaffen werden, wie die 18 Jahre alte Sprecherin Victoria Teuchert erklärte.

Kritik an der Konsumgesellschaft

Mit dem Trödelmarkt wird Kritik an der Konsumgesellschaft geübt. Bürger sollten gerade erst gekaufte Sachen nicht nach kurzer Zeit einfach wegschmeißen. Stattdessen könnte man sie laut den Aktivisten auch anderen geben. „Wir verbrauchen viel zu viel, wir haben viel zu viel, das geht größtenteils auf die Kosten unserer Natur, unserer Umwelt und das wird uns irgendwann auf die Füße fallen", so Teuchert.

Solidarisch antikapitalistisch nennen die Jugendlichen ihren Flohmarkt in den Räumen eines Szeneclubs. Die Brieftasche muss hier niemand zücken: Alle Sachen sollen kostenlos bereitgestellt werden. Der nächste Klimastreik ist für den 28. Februar geplant.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 25.01.2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Januar 2020, 17:57 Uhr

15 Kommentare

Eulenspiegel vor 3 Wochen

Also ich denke das die "Fridays for Future"-Bewegung schon immer zum großen Teil aus Jugendlichen bestand die eine kritische Einstellung zur Konsumgesellschaft hatten. Und dies kritische Einstellung zur Konsumgesellschaft in den Zusammenhang von "Fridays for Future"ist dieser Flohmarkt nur eine der vielen logischen Konsequenzen. Es fing damit an das der Platz nach der"Fridays for Future"Demo sauberer war als vorher. Und es wird weiter gehen. Und das ist der Beleg das es den Schülern sehr ernst mit der Sache ist.

Eulenspiegel vor 3 Wochen

Hallo Monazit
So ist das nun mal mit den Leuten die unbedingt herum mosern wollen und Dinge die ihnen nicht passen mit allen Mitteln durch den Dreck ziehen wollen und keine Ahnung von tuten und blase haben. Sie scheuen die sachliche Auseinandersetzung weil sie ja keine Sachargumente haben. Und sie versuchen über die Verbreitung von Vorurteilen ihren Unmut Luft zu verschaffen. Es sind halt arme Irre.

Ursel vor 3 Wochen

Wer sagt denn, dass die FFF -Organisatoren mit dieser Aktion nur die älteren Generationen in ihrem Konsumverhalten hinterfragen wollen? Im Text lese ich nur: "Bürger sollten gerade erst gekaufte Sachen nicht nach kurzer Zeit einfach wegschmeißen.". Der Begriff Bürger schließt doch Jugendliche nicht aus.

" Dazu sind die ständig online, falls nicht zum aufstylen oder duschen im Bad. Wenn sie irgendwo einen termin haben, wollen die gefahren werden."

Bravo, mit dieser Beschreibung konnten Sie tatsächlich als Erster alle Jugendlichen in Deutschland, die sich bei FFF engagieren, zu 100% akurat abbilden. Ich beneidet Sie um ihr Geschick!

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