Bundesstützpunkt Chemnitz Sophie Scheder kann Vorwürfe gegen Turn-Trainerin nicht nachvollziehen

Sophie Scheder (GER/TuS 1861 Chemnitz-Altendorf)
Turnerin Sophie Scheder kann die Anschuldigungen anderer Athletinnen gegen ihre Trainerin Gabriele Frehse nicht nachvollziehen. Bildrechte: IMAGO

Einen Tag nach den bekannt gewordenen Vorwürfen gegen die Turn-Trainerin Gabriele Frehse springt ihr eine aktive Turnerin bei. Sophie Scheder sagte am Sonnabend dem MDR, sie könne den Vorwürfen nicht zustimmen.

"Ich muss sagen, dass ich total traurig über diese Aussage. Ich bin seit meinem elften Lebensjahr in Chemnitz und für mich war und ist Gabi immer Bezugsperson wie auch Ersatzmama." Die Trainerin sei eine taffe Frau, die Anweisungen auch mal in einem anderen Tonfall gebe. "Natürlich ist es im Leistungssport so, dass auch mal ein bisschen der Ton verschärft wird und man angetrieben wird, aber nur so kann man letztendlich erfolgreich sein", so Scheder.

Gabi Frehse
Trainerin Gabriele Frehse weist die Vorwürfe ihrer ehemaligen Sportlerinnen zurück. Bildrechte: dpa

Die Trainerin selbt zeigte sich bestürzt über die Anschuldigungen der Turnerinnen. "In den Vorwürfen stecken viele Verleumdungen drin. Ich bin sehr traurig darüber und hätte damit nicht gerechnet", sagte sie dem MDR. "Ich muss das alles erst einmal durcharbeiten und werde mir rechtliche Schritte über meinen Anwalt vorbehalten."

Pauline Schäfer und weitere Sportlerinnen hatte im "Spiegel" über das Trainieren über die Schmerzgrenze hinaus, mentale Erniedrigungen, Medikamentenmissbrauch, Diätzwang und Schikanen durch ihre ehemalige Trainerin berichtet. Auch ehemalige Co-Trainerinnen von Frehse berichteten in dem "Spiegel"-Artikel von psychischen Manipulationen und Willkür, derer die Athletinnen ausgesetzt waren.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.11.2020 | 13:52 Uhr

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