10.12.2019 | 05:31 Uhr Union Chemnitz stellt Werkzeugproduktion zum Jahresende ein

Deutschlands älteste noch produzierende Werkzeugmaschinenfabrik, Union Chemnitz, wird zum Jahresende Konstruktion, Fertigung und Montage einstellen. Wie die Industriegewerkschaft Metall bestätigte, sind in Chemnitz dann nur noch Service und Vertrieb stationiert.

Ein Transparent "Union 1852-2019" verweist in der Straße zum Chemnitzer Werkzeugmaschinenbauer Union auf die lange Geschichte des Unternehmens.
Das Transparent verweist in der Straße zum Chemnitzer Werkzeugmaschinenbauer Union eigentlich auf die lange Geschichte des Unternehmens. Bildrechte: dpa

Laut Unternehmen sollen von den 97 Beschäftigten rund ein Fünftel bleiben. Die restlichen Mitarbeiter würden betriebsbedingt gekündigt, heißt es weiter. Damit ist das Aus für die 167 Jahre alte Fertigungsstätte offensichtlich beschlossene Sache. Vom Mutterkonzern, der nordrheinwestfälischen Herkules-Gruppe, war keine Stellungnahme zu erhalten. Ein Sprecher sagte, in den nächsten Tagen gebe es eine offizielle Mitteilung. Die Union ist für ihre Horizontal-Bohr- und -Fräsmaschinen bekannt. Bereits im Juni dieses Jahres hatte die Herkules-Gruppe erklärt, Union Chemnitz würde Verluste schreiben.

Quelle: MDR/bp/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.12.2019 | 06:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 10. Dezember 2019, 05:31 Uhr

4 Kommentare

Jana vor 17 Wochen

Sorry, was für ein sinnloser Beitrag! Das Stichwort Treuhand rauswürgen und damit wäre dann eine Argumentation überflüssig? Was wissen sie denn von dem fraglichen Betrieb, seinen Produkten, Absatzmärkten, Konkurrenten und vor allem von seinen Kosten?

Ich vermute NICHTS!

Wie können sie sich also anmaßen auch nur ansatzweise zu beurteilen, ob die Schließung eine im Sinne der Restbelegschaft kluge Entscheidung war?

Jana vor 17 Wochen

Was hat den bitte die Schließung eines Teilbereichs dieser Firma mit "Ossis" und "Wessis" zu tun, aussser das Leute wie sie sich damit eine Argumentation ersparen wollen. Es ist injedem Betrieb an der Tagesordnung, dass man Strukturen immer wieder auf den Prüfstand stellt und anpasst. Was gestern noch fuktioniert hat als Struktur oder Organisationsform kann schon heute oder in der Zukunft als nicht mehr zielführend erkannt werden.

Wenn kein Mensch, inkl. den Ostdeutschen nach der Wende mehr ostdeutsche Produkte kaufen wollte, für wen hätte man diese dann produzieren sollen?

Erklären sie doch einmal was sie unter "integriert doch erst mal uns" verstehen.
Worin unterscheidet sich den ein Ostdeutscher von einem Westdeutschen, insbesondere dann, wenn er jünger als 40 ist? Ein 'Peter Müller' kann es heute überall in Deutschland zu etwas bringen. Erfolg ist aber eben auch neben der Tüchtigkeit eine Frage des Glücks.

Chemnitzer67 vor 17 Wochen

Einfach Mal alle das Buch von Petra Köpping lesen. "Integriert doch erstmal uns. Eine Streitschrift für den Osten". Da steht alles drin über die Treuhand. Den Beschäftigten von Union Chemnitz wird bestimmt nicht nach Weihnachten sein. Aber vor 1 Monat noch 30 Jahre Mauerfall feiern. Warum macht nicht erst den Herkules Konzern zu, der dafür verantwortlich ist. KÄMPFT weiter OSSIS!!!!

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