Mann greift nach seinem Hut und zieht ihn in sein Gesicht
Bildrechte: Harry Härtel

22.10.2019 | 17:59 Uhr Pfarrer droht nach Urteil wegen Drogenhandel Entlassung

Mann greift nach seinem Hut und zieht ihn in sein Gesicht
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Wegen Drogengeschäften droht einem Pfarrer aus Chemnitz die Entlassung. Der 49-Jährige war am Montag vor dem Landgericht Chemnitz wegen Besitz und Handel von Marihuana zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurden. Wird das Urteil bestätigt, erwägt die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens disziplinarische Konsequenzen gegen den Theologen. Man werde die schriftliche Urteilsbegründung sowie mögliche rechtliche Schritte abwarten, teilte Sprecher Matthias Oelke mit.

Laut Oelke wurde gegen der Pfarrer bereits im Juni 2018 nach Bekanntwerden des Falls ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Dieses war jedoch für die Zeit des Prozesses ausgesetzt worden. Er hatte vor einer Woche in Chemnitz begonnen. Der Geistliche hatte die Taten gestanden, aber angegeben, Flüchtlingen helfen zu wollen. Er habe einem Flüchtling Geld geliehen, der seine Familie nach Deutschland holen wollte. Weil der das Darlehen nicht zurückzahlen konnte, habe der Pfarrer ihm beim Drogenhandel geholfen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 49-jährige beim Transport der Drogen half und selbst mit Marihuana gedealt hat. Dabei ging es um eine Gesamtmenge von mehr als zehn Kilogramm. Insgesamt sind mehr als 30.000 Euro auf dem Konto des Geistlichen gelandet - für die Staatsanwaltschaft Drogengeld.

Quelle: MDR/jr/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.10.2019 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2019, 17:59 Uhr

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