Landgericht Verden Pro Chemnitz-Chef Martin Kohlmann wegen Volksverhetzung verurteilt

Martin Kohlmann (parteilos)
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Chemnitzer Rechtsanwalt Martin Kohlmann, der für "Pro Chemnitz" in der ersten Runde für das Amt des Oberbürgermeisters angetreten war, ist am Montag wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Ein Sprecher des Amtsgerichts im niedersächsischen Verden bestätigte dem MDR, dass Kohlmann zu einer Geldstrafe von 2.100 Euro verurteilt wurde.

Ihm war vorgeworfen worden, als Verteidiger eines ehemaligen Verdener NPD-Stadtrates, der sich 2018 vor dem Amtsgericht Verden wegen Volksverhetzung verantworten musste, ebenfalls volksverhetzende Äußerungen gemacht zu haben. Martin Kohlmann hatte demnach in einem Antrag behauptet, dass es auf dem Gebiet des Großdeutschen Reiches keine Gaskammern gegeben habe.

Martin Kohlmann kann noch bis Montag in Revision gehen. Daher ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR | 01.01.2020 | 00:01 Uhr

Mehr aus Chemnitz und Stollberg

Mehr aus Sachsen