Urteil Mordprozess Chemnitz
Bildrechte: Harry Härtel

17.05.2019 | 13:30 Uhr 32-Jähriger aus Chemnitz nach Mord an Ex-Freundin verurteilt

Urteil Mordprozess Chemnitz
Bildrechte: Harry Härtel

Wegen des Mordes an seiner Ex-Freundin ist ein 32-Jähriger in Chemnitz schuldig gesprochen worden. Das Landgericht verurteilte den Deutschen am Freitag zu einer lebenslangen Haftstrafe. Die Schwurgerichtskammer sah es nach vier Verhandlungstagen als erwiesen an, dass der Mann seine langjährige Lebensgefährtin in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober 2018 in Chemnitz mit einem Messer im Schlaf getötet hat. Der 32-Jährige hatte die Tat zuvor gestanden. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung erklärten noch im Gerichtssaal, auf Rechtsmittel zu verzichten.

Opfer erlitt 18 Stich- und Schnittverletzungen

Der 32-Jährige hatte am Freitag gestanden, gegen 24 Uhr in die Wohnung der Frau gegangen zu sein. Auslöser sei die wenige Stunden zuvor von der 31-Jährigen verkündete Trennung gewesen. Er bereue die Tat, las der Angeklagte eine schriftliche Erklärung vor. "Die Tat ist mit nichts zu rechtfertigen", sagte er.

Er erwarte eine lange Haftstrafe, weil diese gerechtfertigt sei. Laut rechtsmedizinischem Gutachten wies das Opfer 18 Stich- und Schnittverletzungen im Hals und Nacken auf. Dabei seien unter anderem die Halsschlagader durchtrennt und der Kehlkopf durchstochen worden, sagte der Rechtsmediziner aus. Die Verletzungen seien bis zu elf Zentimeter tief gewesen und hätten von vorn bis zur Wirbelsäule gereicht. Als Todesursache nannte der Rechtsmediziner Verbluten.

Aktenzeichen Az: 1 Ks 200 Js 32719/18 csz

Weitere Informationen folgen.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.05.2019 | ab 14:00 Uhr in den Nachrichten

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