07.07.2020 | 15:30 Uhr Reifenstecher in Chemnitz zu Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt

Ein Mann mit schrarzem Mundschutz und schwarzem Basecap sitzt auf einer Anklagebank.
Der 59-jährige Täter hatte während des Prozesses ein Geständnis abgelegt. Bildrechte: Haertelpress/Harry Härtel

Am Landgericht Chemnitz ist am Dienstag ein Chemnitzer Reifenstecher zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Strafe wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, muss der 59-Jährige außerdem 10.000 Euro an zwei gemeinnützige Einrichtungen zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Angeklagter war geständig

Der nicht vorbestrafte Angeklagte hatte den Angaben zufolge zugegeben, zwischen Mai 2016 und Juli 2018 im Chemnitzer Stadtgebiet die Reifen an 310 Fahrzeugen zerstochen zu haben. Dabei hatte er einen Sachschaden von fast 40.000 Euro angerichtet.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten allerdings nur wegen Sachbeschädigung in 46 Fällen. Zur Begründung hieß es, dass die Vielzahl von zerstochenen Reifen an mehreren Fahrzeugen in einer Tatnacht jeweils als eine Tathandlung zu betrachten sei.

Reifenstecher
An mehr als 300 Autos in Chemnitz hatte der Täter zwischen 2016 und 2018 die Reifen zerstochen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/tfr/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.07.2020 | 14:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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