Ein gelber Mönchsittich.
Diese Mönchsittich-Dame aus Hohndorf bei Stollberg ist seit 13. Januar Weltmeisterin in ihrer Klasse. Bildrechte: Benjamin Erler

Erster Sachse Vogelzüchter aus Hohndorf wird Doppelweltmeister

Zwei Sittiche aus Sachsen haben bei der Vogelzüchter-WM in den Niederlanden die Konkurrenz überflügelt. Und wenn es nach ihrem Züchter Benjamin Erler aus Hohndorf im Erzgebirge geht, soll das nicht der letzte Erfolg gewesen sein.

Ein gelber Mönchsittich.
Diese Mönchsittich-Dame aus Hohndorf bei Stollberg ist seit 13. Januar Weltmeisterin in ihrer Klasse. Bildrechte: Benjamin Erler

Sachsen hat seit dem 13. Januar seinen ersten Weltmeister im Vogelzüchten. Ein Halsbandsittich-Hahn und eine Mönchsittich-Dame aus dem erzgebirgischen Hohndorf konnten bei der Züchter-WM im niederländischen Zwolle die Fachjury überzeugen. Die beiden gefiederten Weltmeister gehören zur 140-köpfigen Vogelschar, die Benjamin Erler bei sich zu Hause hält. Das Vogelzüchter-Gen hat der 20-Jährige wohl von seiner Familie mitbekommen. Denn sein Opa und auch sein Vater sind leidenschaftliche Züchter. Da lag es nahe, dass auch Benjamin ein Faible für exotische Vögel aller Art entwickelte.

Über den WM-Titel hat sich der junge Erzgebirger riesig gefreut: "Das ist natürlich der Höhepunkt und eine schöne Belohnung für meine jahrelange Arbeit", sagte Erler MDR SACHSEN. Angefangen hat er vor etwa zehn Jahren. Damals war es für den kleinen Benjamin schon eine Sensation, dass er erstmals Nachwuchs im Käfig hatte. Mittlerweile hat er etwa 140 Vögel von acht verschiedenen Arten. Sie sind in der kalten Jahreszeit in einem Fabrikgebäude untergebracht und flattern, wenn es wärmer wird, in Volieren herum.

Nächstes Ziel: Dreifach-Triumph

Ein grüner Halsbandsittich.
Der zweite gefiederte Weltmeister ist ein Halsbandsittich. Beide Sittiche haben keinen Namen. Bildrechte: Benjamin Erler

Die WM in den Niederlanden war für Benjamin die erste Teilnahme an einer Weltschau. Er fuhr mit drei Vögeln nach Zwolle. Dass dann zwei von ihnen sogar als Sieger zurück nach Hause fuhren, macht ihn und seine Familie sehr stolz. Schließlich waren außer dem Erzgebirger noch weitere 3.000 Züchter aus 24 Ländern mit ungefähr 25.000 Vögeln am Start.

Mit dem doppelten Weltmeistertitel ist für Erler aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Denn es geht ja auch noch besser: "Ein Traum für mich wäre es, Sachsenmeister, Deutscher Meister und Weltmeister in einem Jahr zu werden. Das ist mein nächstes Ziel", so der junge Weltmeister aus dem Erzgebirge.

Quelle: MDR/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.01.2019 | 14:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2019, 18:59 Uhr

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1 Kommentar

22.01.2019 20:32 Maria A. 1

Herzlichen Glückwunsch! Es steckt ordentlich Arbeit dahinter. Manche Vogelzüchter haben deswegen schon aufgegeben und viele der verbliebenen klagen schon lange über Nachwuchssorgen. Somit bedeutet ein derartig gutes Abschneiden heutzutage eine wirklich bemerkenswerte Leistung.

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