Das Rathaus von Chemnitz.
Chemnitz will in der Innenstadt Waffenverbotszonen einrichten. Bildrechte: IMAGO

Nach Messerattacke auf der Brückenstraße Chemnitz will Waffenverbotszonen in der Innenstadt einrichten

Nach dem Messerangriff am 26. August, dem der 35-jährige Chemnitzer Daniel H. zum Opfer fiel, plant die Stadt eine Ausweitung ihres Sicherheitskonzeptes. Dazu sollen Waffenverbotszonen in der Innenstadt gehören.

Das Rathaus von Chemnitz.
Chemnitz will in der Innenstadt Waffenverbotszonen einrichten. Bildrechte: IMAGO

Chemnitz will in der Innenstadt Waffenverbotszonen einrichten. Ordnungsbürgermeister Miko Runkel sagte dazu am Freitag, er habe das sächsische Innenministerium um Prüfung seines Vorschlages gebeten. Das Ministerium ist für ein solches Verbot zuständig. Vorab müsse geklärt werden, ob und in welchen Bereichen ein Waffenverbot in Chemnitz umsetzbar ist, sagte Runkel am Freitag im Rathaus.

Das gesamte Verfahren könnte nach seiner Einschätzung bis zu einem halben Jahr dauern. Zu den Straßen oder zu den Gebieten, in denen für Chemnitz ein solches Verbot angestrebt wird, konnte Runkel noch nichts sagen. Das sei Sache der Polizei, die feststellen müsse, wo solche Delikte erfolgt seien oder noch erfolgen könnten. Je nach Sicherheitslage würde das Innenministerium dann dort ein Verbot erlassen. Die Stadt würde dazu zuvor auch noch gehört. Als Vorbild nannte er die Stadt Leipzig. Dort soll die Eisenbahnstraße zur Waffenverbotszone erklärt werden.

Leipzig plant Waffenverbot in der Eisenbahnstraße

In Leipzig ist im Bereich der Eisenbahnstraße eine sogenannte erweiterte Waffenverbotszone geplant. Neben klassischen Schusswaffen sollen auch alle gefährlichen Gegenstände, die als Waffe benutzt werden können, in das Verbot einbezogen werden. Der Sprecher des sächsischen Innenministeriums, Andreas Kunze-Gubsch, sagte, dass sich sowohl das Land Sachsen, als auch die Stadt Leipzig einig waren, Messer, Baseballschläger, Äxte und andere gefährliche Gegenstände in das Verbot einzubeziehen. Die Regelung, die in Leipzig ab November umgesetzt werden soll, erlaubt es der Polizei, in der Waffenverbotszone jederzeit und ohne Anlass Personen nach Waffen zu durchsuchen.

Polizeifahrzeuge auf einer nächtlichen Straße
In der Leipziger Eisenbahnstraße kam es in der Vergangenheit immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen. Bildrechte: TNN

Quelle: MDR/bp/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.09.2018 | 18:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 14. September 2018, 18:04 Uhr

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