Viele Eisläufer fahren in einer Halle mit Schlittschuhen
Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

60 Jahre Kunsteisbahn im Eissportzentrum In Chemnitz beginnt der Eislauf-Winter mit einem Fest

Mitte Oktober haben die Chemnitzer mit einem Drachenfest den Herbst eingeläutet. Am Sonnabend wurde nun zum 60. Geburtstag der Kunsteisbahn im Eissportzentrum der Winter begrüßt. Hunderte wagten sich aufs Eis.

Viele Eisläufer fahren in einer Halle mit Schlittschuhen
Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Der Winter in Chemnitz kann kommen. Das meinten zumindest die vielen hundert Besucher, die sich zum ersten Chemnitzer Winterfest ins Eissportzentrum am Sonnabend auf den Weg gemacht hatten. Ein Fest für die ganze Familie, bei dem natürlich das Eislaufen im Mittelpunkt stand. Nach dem langen Sommer musste erst einmal geübt werden, ob die Kufen noch tragen.

Theresa Oertel, Marketing/Presse der Eissport und Freizeit GmbH Chemnitz
Theresa Oertel, Marketing/Presse der Eissport und Freizeit GmbH Chemnitz, will die Wintersaison bei den Chemnitzern ins Gedächtnis rufen. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Theresa Oertel, die als Marketingverantwortliche der "Eissport und Freizeit GmbH Chemnitz" erst vor vier Wochen für das große Drachenfest verantwortlich war, freute sich über die vielen Gäste. "Wir wollen mit dem Fest den Besuchern bewusst machen, dass jetzt die Wintersaison beginnt und sie sich wieder aufs Eis wagen können. Gleichzeitig wollen wir den verschiedenen Eissport-Vereinen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen." Alle seien auf der Suche nach Nachwuchs. Ein solches Fest sei eine gute Gelegenheit, Interesse zu wecken.
Ganz nebenbei feiert das Eissportzentrum auch den 60. Geburtstag der Kunsteisbahn, die schon viele erfolgreiche Sportler hervorgebracht hat. "Wir haben die größte zusammenhängende Eisfläche, es gibt auch ein Internat im Gelände und eine Physiotherapie. Das ist so einmalig in Deutschland. Und über die großen Erfolge von Kati Witt und Gabi Seyfert muss ich ja nicht viel sagen."

Von Island nach Sachsen - auf dem Eis

Am Vormittag tauchten auf der Eislaufbahn plötzlich Pferde und Reiter auf, als wären sie auf der Eisfläche zu Hause. Die Islandponys, die zur Freude und dem Erstaunen des Publikums ihre Runden auf dem Eis drehen, hatten Hufeisen mit speziellen Spikes und rutschten keinen Zentimeter. Sie waren zum ersten Mal in Chemnitz. In Island hingegen ist das Eisreiten schon seit dem Mittelalter bekannt. Dort waren die Pferde das einzige Transportmittel über Gletscher und zugefrorene Flüsse. Mittlerweile gibt es sogar Europa- und Weltmeisterschaften im Eisreiten.

Drei Reiter reiten mit Islandponys über eine Kunsteisbahn
Zum ersten Mal waren Eisreiter auf der Chemnitzer Eislaufbahn zu erleben. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Auch andere Sportarten, die zumindest in Chemnitz etwas im Schatten von Eiskunstlauf und Eisschnellauf stehen, wurden durch verschiedene Chemnitzer Vereine präsentiert. Auf der Eisfläche konnten sich die Besucher beim Eisstockschießen, Curling oder Pukschießen versuchen. Oder sie konnten hinter die Kulissen schauen und sich bei Führungen durch das Eissportzentrum die kühlen Geheimnisse der Anlage erklären lassen. Theresa Oertel ist sich sicher, dass es auch im nächsten Jahr wieder ein Winterfest im Eissportzentrum geben wird. Vorher wird aber noch heftig für den nächsten Höhepunkt in dieser Saison geprobt: Am 7. und 8. Dezember wird das Chemnitzer Eismärchen "Der Nussknacker" im Eissportzentrum aufgeführt. Zu diesem Event sind auch die Eissport-Ikonen Jutta Müller, Kati Witt, Gaby Seyfert und Jan Hoffmann eingeladen.

Ein Eislaufpaar zeigt eine Hebefigur
Die Zuschauer konnten schon bei einer Probe für den "Nussknacker" dabeisein. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR Sachsenspiegel | 18.11.2018 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 19. November 2018, 14:10 Uhr

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