08.12.2019 | 11:45 Uhr Wintersportorte rüsten für die Saison - doch der Schnee fehlt

Bob- und Rodelbahn Altenberg von oben.
Ein kleiner Flaum Schnee lag schon einmal kurz über Altenberg. Doch zum Skifahren reicht es noch nicht. Bildrechte: imago/xcitepress

Die sächsischen Wintersportorte rüsten für die Saison. Doch selbst in höheren Lagen fehlt noch der Schnee, ergab eine Umfrage. Skilift-Betreiber hoffen deshalb in den kommenden Tagen auf Frostwetter, damit sie zumindest Kunstschnee auf die Hänge bringen können. Der Deutsche Wetterdienst in Leipzig macht darauf aber wenig Hoffnung.

Altenberg: Rodel geht / Skilaufen nicht

In der Ski- und Rodelarena in Altenberg im Osterzgebirge kann zumindest gerodelt werden. "Skilaufen ist noch nicht", sagt Maik Hentzschel von der Arena. Man hoffe, zu Weihnachten die Lifte anschalten zu können. In den vergangenen zwei Tagen seien die Schneemaschinen auf Hochtouren gelaufen, sagte Hentzschel. Mit minus zwei bis minus drei Grad sei es kalt genug gewesen. Etwa 20 Zentimeter lägen jetzt am Hang. "Aber noch nicht flächendeckend." Etwa 25 bis 30 Zentimeter müssten es zum Skilaufen sein. "Wir bleiben am Ball."

Frost steht auf einer Autoscheibe
Kalt, kälter, noch kälter - auf Frost hoffen alle Wintersportgebiete. Denn bei Regen kann auch der Kunstschnee nicht verteilt werden. Bildrechte: Werner Arlt

Fichtelberg: Schnee mit grünen Streifen

Am Fichtelberg in Oberwiesenthal, dem mit 1.215 Metern höchsten Berg Sachsens, sind Skifahren und Rodeln auch noch nicht gut möglich. Die Temperaturen bewegten sich zwischen null und zwei Grad plus, sagte der Geschäftsführer der Schwebebahn, René Lötzsch. Es lägen etwa fünf bis sechs Zentimeter Naturschnee. Überall sehe man noch Grün. Immerhin: Auf einem Streifen wurden 20 Zentimeter Kunstschnee aufgebracht, damit gerodelt werden kann. Er hoffe, am dritten Advent den Lift einschalten zu können. "Das ist unser Ziel."

Fichtelberg
Eine kleine Schneeschicht säumt den Fichtelberg, doch zum Skifahren reicht es nicht. Viele Stellen sind noch braun und grün. Leser Joachim Balzke fotografierte dies Abendstimmung aus dem Erzgebirge. Bildrechte: Joachim Balzke

Ski-Arena Eibenstock: Kunstschnee darf wegen Regen noch nicht verteilt werden

In der Ski-Arena in Eibenstock im Erzgebirge hofft auch Christiane Damm auf die kommende Woche. Ein neuer Rodelhang wurde gebaut. Am Hang haben Schneekanonen Berge von Kunstschnee aufgetürmt. "Der wird noch nicht verteilt und darf nicht betreten werden", sagte Damm. Es sei zu warm und es regne. Unberührt halte sich der Kunstschnee länger. Sie setzt auf kältere Tage und Nächte in der kommenden Woche, denn am 14. und 15. Dezember sollen am Hang Skier getestet werden.

Moritzburg, zugefrorener See
Ein kleiner Frosthauch hat sich in der letzten Woche auch in niederen Lagen auf die Seen gelegt. Moritzburg fotografierte Anke Lemke. Bildrechte: Anke Lemke

Leipzig: Prognose Schmuddelwetter

Die Aussichten des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig klingen eher nach Schmuddelwetter. Dem Meteorologen Henry Geyer zufolge geht es mit den Temperaturen in den nächsten Tagen auf und ab. Am Wochenende schiebt eine Wetterfront die Kaltluft weg, es wird stürmisch. Der Montag könnte frostig werden. Aber schon zur Wochenmitte wird es wieder milder. "Wir haben eine Westströmung", begründete Geyer. Dauerhaft Frost sei allenfalls in den höheren Lagen ab etwa ab 800 Metern zu erwarten. Was die zweite Wochenhälfte bringen werde, sei noch nicht klar. Schnee bis ins Flachland sei eher unwahrscheinlich.

Quelle: MDR/dpa/kt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.12.2019 | ab 09:30 Uhr in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 08. Dezember 2019, 11:52 Uhr

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