Hochfrequenzkabel an einem Koppelnetzwerk in einem Technikraum für die Mobilfunkversorgung von U-Bahntunneln nahe dem Hermannplatz.
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10.07.2019 | 18:58 Uhr Bergstadt Zwönitz wird Smart City

Hochfrequenzkabel an einem Koppelnetzwerk in einem Technikraum für die Mobilfunkversorgung von U-Bahntunneln nahe dem Hermannplatz.
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Das Bundesinnenministerium hat die ersten Teilnehmer am Förderprogramm Smart Cities bekanntgegeben. In der Region Chemnitz hat die Stadt Zwönitz den Zuschlag erhalten. In den nächsten sieben Jahren können dort acht Millionen Euro investiert werden, um beispielsweise eine App für die Stadt zu entwickeln. Das Bundesinnenministerium will digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft entwickeln. Damit diese erprobt werden können, hatte es Städte, Kreise und Gemeinden aufgerufen, sich an einem gemeinsamen Projekt zu beteiligen.

Digitaler Wandel soll Menschen nutzen

Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte: "In der Stadt trifft die Digitalisierung auf das Leben der Menschen und verändert unseren Alltag - wir kaufen zunehmend in Online-Shops statt in Geschäften, teilen Fahrzeuge und sind mit dem Smartphone ganz anders unterwegs." Für die daraus resultierenden Chancen und Herausforderungen brauche es zukunftsfähige Konzepte, auch bei der Stadtentwicklung. "Genau hier setzen die Modellprojekte Smart Cities an. Die ersten geförderten Projekte zeigen dabei eindrucksvoll, wie der digitale Wandel einer Stadt zum Nutzen der Menschen vor Ort gestaltet werden kann", so Seehofer.

Bund investiert 750 Millionen Euro

Der Bund will nach Angaben des Ministeriums über einen Zeitraum von zehn Jahren in vier Staffeln rund 50 Modellprojekte mit etwa 750 Millionen Euro fördern. Für die erste Staffel stehen demnach rund 150 Millionen Euro bereit.

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Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das SACHSENRADIO | 10.07.2019 | 16:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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3 Kommentare

12.07.2019 12:14 Kirchenmitglied 3

@Erzer (2), Danke! Damit haben Sie die von mir aufgeworfene Frage indirekt beantwortet. Die Antwort lautet: "Smart Cities taugen nicht, um Armut, insbesondere Altersarmut, zu verhindern. Im Gegenteil, durch diese werden die Armen aus der Stadt vertrieben. Die IT-Experten werden sich nicht mit der Armut auseinandersetzen."

11.07.2019 22:42 Erzer 2

Was hat bitteschön das Thema Altersarmut jetzt mit dem Thema Digitalisierung der Städte zu tun?? Zwei völlig verschiedene Schuhe. Genauso wenig würde hier das Thema schlechte Straßen in Kommunen oder Ärztemangel dazu gehören.
Daran können logischerweise auch die Entwickler der Digitalisierung nichts ändern.

10.07.2019 21:24 Kirchenmitglied 1

Wird das Konzept der Smart Cities die Armut in der Stadt beseitigen und die Altersarmut verhindern oder wird es die Armen aus der smarten Stadt hinausdrängen? Werden sich die Macher der Smart Cities, also die IT-Experten, mit der Armut aktiv auseinandersetzen oder wird sie ihnen scheißegal sein, weil sie in die Technik zu sehr verliebt sind? Das sind die Fragen, die mich bewegen.

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