23.06.2020 | 15:27 Uhr Hausdurchsuchung nach Brandanschlägen in Döbeln

Polizisten am abgebrannten Schuppen.
Polizeibeamte untersuchen den Ort der Brandstiftung in Döbeln: Unbekannte steckten am 21. Februar 2020 einen Schuppen in Brand. Bildrechte: Harry Härtel

Ermittler der "Soko Rex" des Landeskriminalamtes Sachsen haben am Dienstagmorgen die Wohnung eines 35 Jahre alten Tatverdächtigen in Döbeln durchsucht. Wie die Behörde mitteilte, steht die Durchsuchung im Zusammenhang mit einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung an einem Döner-Imbiss und der Brandstiftung an einer Shisha-Bar in Döbeln am 21. Februar 2020.

Erheblicher Sachschaden

Der 35-Jährige wird demnach verdächtigt, einen Schuppen im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses und einen Müllhaufen im Keller des Nachbargebäudes in Brand gesetzt zu haben. Personen wurden dabei nicht verletzt, es entstand aber erheblicher Sachschaden. Das polizeiliche Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum hatte die Ermittlungen übernommen, da eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden konnte.

Verdächtiger bestreitet Tat

Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten nach eigenen Angaben unter anderem ein Mobilfunktelefon und einen Laptop. Diese Asservate werden nun ausgewertet, teilte das Landeskriminalamt mit. Der Tatverdächtige habe sich zum Vorwurf der Brandstiftung nicht geäußert. Die Ermittlungen werden daher in alle Richtungen weitergeführt, heißt es weiter.

Quelle: MDR/lt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN | 23.06.2020 | ab 17:00 Uhr in den Nachrichten

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