Anschlag auf ein AfD-Büro in Döbeln
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Staatsschutz ermittelt Anschlag auf AfD-Büro in Döbeln: Verdächtige wieder frei

Ein lauter Knall hat am Donnerstagabend die Kleinstadt Döbeln aufgeschreckt. Vor einem AfD-Büro explodierte ein Sprengsatz. Kurze Zeit nach der Tat wurden drei Verdächtige verhaftet. Jetzt sind sie wieder frei.

Anschlag auf ein AfD-Büro in Döbeln
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Die Verdächtigen im Fall der Explosion vor dem Parteibüro der AfD in Döbeln sind wieder auf freiem Fuß. Das teilte das Landeskriminalamt mit. Demnach hat die zuständige Staatsanwaltschaft keine Haftbefehle gegen die drei Männer beantragt. Es lägen keine ausreichenden Haftgründe vor. Die Männer gelten aber weiterhin als tatverdächtig.

Die drei Einheimischen werden verdächtigt, für die Explosion am Donnerstagabend am Rande der Döbelner Innenstadt verantwortlich zu sein. Die Männer aus Döbeln im Alter von 29, 32 und 50 Jahren wurden kurz nach der Tat festgenommen. Die Ermittler seien ihnen nach ersten Hinweisen und Auswertungen von vorliegendem Material auf die Spur gekommen, sagte Tom Bernhardt, Sprecher des Landeskriminalamtes, MDR SACHSEN.

Der sächsische Staatsschutz ermittelt weiter wegen des Verdachts einer politisch motivierten Straftat. Er stuft die Explosion als Anschlag ein, weil die Täter bewusst eine Schädigung von Menschen in Kauf genommen hätten. Die AfD schrieb auf Twitter von einem "schweren Anschlag auf AfD in Sachsen". Vertreter der sächsischen Regierung verurteilten die Tat. Vize-Regierungschef Martin Dulig erklärte, Gewalt gehöre nicht zu den Mitteln der Demokratie. Innenminister Roland Wöller sprach von einer neuen Qualität von Gewalt gegen Politiker. Dies werde nicht hingenommen.

Die Explosion vor dem AfD-Büro ereignete sich gegen 19 Uhr. Anwohner berichteten von einem lauten Knall. Am Büro wurden die Tür, der Rollladen und die Fensterscheibe stark beschädigt. Auch gerieten im Büro Werbematerialien in Brand. Das Feuer konnte durch die Feuerwehr gelöscht werden. Durch die Detonation des Sprengsatzes wurden außerdem das Nachbargebäude und zwei vor dem Gebäude geparkte Transporter beschädigt. Es gab keine Verletzten. Strafverschärfend wird laut Polizei aber wirken, dass durch die herbeigeführte Explosion die Schädigung von Menschen bewusst in Kauf genommen wurde.

Quelle: MDR/stt/jr/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - das Sachsenradio| 05.01.2018 | ab 10:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 05. Januar 2019, 10:52 Uhr

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