Neue Einkaufs- und Freizeitwelt Erdbeer-Erlebnisdorf soll in Döbeln entstehen

Karls Erlebnisdorf soll in Döbeln entstehen
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Das Unternehmen "Karls" aus Mecklenburg-Vorpommern will sein in Sachsen geplantes Erlebnisdorf in Mittelsachsen errichten.  Wie die Stadtverwaltung Döbeln am Freitag mitteilte, hat der Stadtrat bereits dem Verkauf der benötigten Flächen an den Investor zugestimmt. Das 17 Hektar große städtische Gelände befindet sich im Gewerbegebiet Döbeln-Nord am gleichnamigen Autobahn-14-Anschluss.

100 neue Jobs, 500.000 Besucher

Oberbürgermeister Sven Liebhauser sagte, der Weg bis zur Ansiedlung sei zwar noch weit, aber ein Anfang sei gemacht. Nun würden gemeinsam mit dem Investor die notwendigen Vorbereitungen in Angriff genommen. Die konkrete Umsetzung des Konzeptes solle in einem städtebaulichen Vertrag festgeschrieben werden. Geplant sind Berichten zufolge eine familienorientierte Einkaufs- und Erlebniswelt. Zu dem Projekt gehört auch ein eigenes Hotel.

Liebhauser wies auf die Vorzüge des Standortes in Döbeln hin: Er sei über die A14 und die Bundesstraße 169 innerhalb einer Autostunde für etwa drei Millionen Menschen erreichbar. Die Stadt hofft auf mehr als 100 neue Arbeitsplätze und bis zu eine halbe Million Besucher im Jahr.

Mehr Erdbeere geht kaum

Die Kette "Karls" ist vor allem für ihre Erlebnis-Parks an der Ostseeküste bekannt, in denen sich alles um die Erdbeere dreht. Neben dem Produktverkauf gibt es aber auch Manufakturen, Gastronomie, Fahrgeschäfte und weitere Unterhaltungsangebote. Nach der Expansion ins Berliner Umland und nach Sachsen-Anhalt will das Unternehmen schon seit längerer Zeit auch in Sachsen Fuß fassen.  

Bannewitz hat das Nachsehen

Karls Erlebnisdorf soll in Döbeln entstehen
Investor Robert Dahl hat sein kleines Imperium nach seinem Großvater benannt. Der war Erdbeer-Bauer. Bildrechte: dpa

Ursprünglich war Bannewitz an der A17 bei Dresden als Standort im Gespräch. Wie Bürgermeister Christoph Fröse MDR SACHSEN sagte, scheiterte das Projekt dort aber am Widerstand eines Grundstückeigentümers. Dieser habe seinen Teil der benötigten Gesamtfläche nicht verkaufen wollen.

Fröse bedauerte, dass "Karls" nicht in Bannewitz bauen wird. Er habe bereits seit 2015 mit Investor Robert Dahl in Kontakt gestanden. Das Gelände wäre im Vergleich zu Döbeln das bessere gewesen und die Gemeinde hätte die Gewerbesteuereinnahmen gut gebrauchen können. Auf der anderen Seite freute sich der Bannewitzer Bürgermeister, dass das Erlebnisdorf zumindest in Sachsen entstehen wird. Er habe bereits mit seinem Döbelner Amtskollegen telefoniert und ihm zu dem Zuschlag gratuliert.

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.10.2020 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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