Zweifacher Kugelstoßweltmeister David Storl feiert 30. Geburtstag und Saisonbestleistung

David Storl
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Der zweifache Weltmeister im Kugelstoßen, David Storl, feiert heute seinen 30. Geburtstag. Beim Sportfest in Schönebeck in Sachsen-Anhalt gelang dem Geburtstagskind zwei Tage zuvor mit einem Stoß von 20,84 Metern eine Saisonbestleistung. Das teilte der Leichtathletikverband Sachsen-Anhalt mit. Damit gewann er das Meeting, das als Ersatz für den abgesagten SoleCup am 22. Mai diente.

Karrierebeginn in Rochlitz

Seine sportliche Laufbahn begann der gebürtige Rochlitzer beim VFA Rochlitzer Berg. Wie in der Leichtathletik üblich, betätigte er sich zunächst in verschiedenen Disziplinen, bis er 2006 als 16-Jähriger im Kugelstoßen "seine" Disziplin fand. Mitentscheidend für den schnellen Aufstieg waren seine Trainer. Nach dem Rochlitzer Christian Sperling betreute ihn bis zum Sommer 2017 Sven Lang. Danach wechselte Storl nach Leipzig, wo er seitdem von Wilko Schaa trainiert wird.

David Storl und Sven Lang
(v.l.n.r.) David Storl und sein langjähriger Trainer Sven Lang bei den Halleneuropameisterschaften in Belgrad 2017. Bildrechte: IMAGO

Erste Siege bereits mit 16

2007 feierte Storl bereits seine ersten Siege bei Wettkämpfen. In Deutschland holte er sich die Jugendtitel in der Halle und im Freien mit der Kugel. Zudem wurde er Vizemeister mit dem Diskus. Auch international beeindruckte der Debütant. Im tschechischen Ostrava stieß er die 5-Kilo-Kugel 21,40 Meter weit und wurde damit Jugend-Weltmeister in der Altersklasse U18. Auch ein Jahr später bei den U20-Junioren Weltmeisterschaften wurde Storl erster. Den Hattrick seiner WM-Siege im Nachwuchsbereich vollendete er 2009 als Junioren-Europameister in der Altersklasse U20.

Viele weitere Siege, aber auch einige Niederlagen, folgten

David Storl
Storl bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Brasilien. Bildrechte: IMAGO

19 internationale Medaillen holte David Storl bisher, unter anderem olympisches Silber von den Spielen 2012 in London. Aber auch zwei Weltmeistertitel kann der Sachse vorweisen: Einen davon 2011 in Südkorea und dann zwei Jahre später in Russland. 2016 und 2017 hingegen waren keine guten Jahre für Storl. Bei Olympia belegte er Platz 7. und bei der Weltmeisterschaft Rang 10. Bei den Halleneuropameisterschaften in Belgrad 2017 holte er Bronze.

Aufwind im Jahr 2018

2018 läuft es für den Mann vom SC DHfK Leipzig wieder besser. Seitdem kam dreimal Edelmetall bei Europa- und Weltmeisterschaften hinzu. Und auch die Rückenprobleme, die ihn letztes Jahr plagten, hat er momentan wieder gut im Griff. Noch denkt Storl nicht an das Ende seiner Karriere. Bis 2024 plant er erst einmal. Und nächstes Jahr bei den Olympischen Spielen soll es eine neue Bestweite werden.

Quelle: MDR/kh

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 27.07.2020 | 19:00 Uhr

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