Experiment in Freiberg Terra-Mineralia-Besucher bestimmen Eintrittspreis selbst

Schloss Freudenstein
Seit zehn Jahren residiert die Terra Mineralia im Freiberger Schloss Freudenstein. Bildrechte: MDR/Schlössertour

"Nenne mir Deinen Preis!" heißt ein neues Angebot der Freiberger Mineralienausstellung "Terra Mineralia". Einmal im Quartal können die Besucher ihren persönlichen Eintrittspreis selbst bestimmen. Mit dieser neuen Idee, die am heutigen Montag Premiere feiert, will die Mineraliensammlung für ihre Besucher attraktiver werden. "Der Eintritt kann auch schon bei 50 Cent liegen, damit haben wir kein Problem", sagte Sammlungsleiterin Anna Dziwetzki MDR SACHSEN. Sie stelle es sich sehr kommunikativ vor und glaube, dass man durch die neue Idee mit den Besuchern ins Gespräch komme.

Größte Mineraliensammlung der Welt Die Terra Mineralia in Freiberg

Terra Mineralia
Kustos Andreas Massanek freut sich über den neuen Turmalin. Bildrechte: terra mineralia
Terra Mineralia
Kustos Andreas Massanek freut sich über den neuen Turmalin. Bildrechte: terra mineralia
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In der Sonderausstellung "Fliegende Juwelen" war dieser Labradorit zu sehen. Bildrechte: terra mineralia/ Peter Hirschberger
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Cinnabarit und Fulgomorpha. Bildrechte: terra mineralia/ Peter Hirschberger
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Rhodonit und Fountainea nesea bilden eine beeindruckende Symbiose. Bildrechte: terra mineralia/ Peter Hirschberger
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Dieser Fluorit gehört ebenfalls zur "Wunderwelt der Kristalle". Bildrechte: terra mineralia/ Jörg Wittig
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Alles Natur - dieser Malachit wurde im Kongo gefunden. Bildrechte: terra mineralia/ Wolfgang Thieme
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Ein Edelopal aus Australien. Bildrechte: terra mineralia/ Jörg Wittig
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2009 wurde der Asiensaal eröffnet, ebenfalls ein Besuchermagnet. Bildrechte: terra mineralia/ Detlev Müller
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In einer begehbaren Kammer im Asien-Raum erleben kleine Besucher einen Mineral-Kristall hautnah. Bildrechte: terra mineralia/ Detlev Müller
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Im März 2010 präsentierte Kustos Andreas Massaneck neue Objekte aus Indien. Bildrechte: terra mineralia/ Eckardt Mildner
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Schloss Freudenstein beherbergt die wertvolle Sammlung. Bildrechte: terra mineralia/ Detlev Müller
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Neue Besuchergruppen erschließen

Mit dem Angebot will die Sammlung auch Interessenten ansprechen, denen der Standard-Eintrittspreis von zehn Euro zu hoch ist. Andererseits zielt dieses Angebot auch auf die vielen Freiberger, die die Ausstellung noch nicht gesehen haben.

Blick in die Ausstellung "Terra Mineralia"
In der "Terra Mineralia" sind über 3.500 Exponate zu sehen. Bildrechte: MDR/Schlössertour

Denn davon gibt es einige, wie Dziwetzki erfahren hat. "Jeder hier in Freiberg muss die Ausstellung einfach gesehen haben!", lautet das Ziel der Sammlungsleiterin. Dafür sorgen auch die anderen Offerten der Ausstellung. So müssen Besucher außerhalb der Schulferien montags ab 13 Uhr nur die Hälfte zahlen und Geburtstagskinder können die Sammlung sogar komplett kostenlos besuchen. Die Mineralienschau feiert im Oktober ihren zehnjährigen Geburtstag. In den Räumen im Schloss Freudenstein werden mehr als 3.500 Exponate aus aller Welt präsentiert.

Gemischte Bilanz andernorts

Einen "Zahl-so-viel-Du-willst-Tag" haben auch schon andere Einrichtungen ausprobiert, so im Dezember 2017 alle Leipziger Museen. Dort sind die Erfahrungen gemischt. "Es kamen mehr Besucher als sonst", sagt Hanna Saur vom Kulturdezernat der Stadt. Allerdings hätten diese mit durchschnittlich 2,50 Euro auch weniger gezahlt als normalerweise. "Wir diskutieren derzeit verschiedene Bezahlformate", so Saur. Eine weitere "Zahl-soviel-Du-willst-Aktion" sei momentan aber nicht geplant.

Quelle: MDR/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.03.2018 | 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2018, 09:14 Uhr

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