Polizei steht vor dem Finanzamt Chemnitz
Bildrechte: MDR/Konstantin Kumpfmüller

Finanzamt Chemnitz Wieder Bombendrohung - wieder Fehlalarm

Polizei steht vor dem Finanzamt Chemnitz
Bildrechte: MDR/Konstantin Kumpfmüller

Beim Finanzamt Chemnitz ist am Montagmittag erneut eine Bombendrohung eingegangen - und wieder war es ein Fehlalarm. Am Nachmittag wurde der Bürokomplex mit zwei Sprengstoffspürhunden durchsucht. Dabei wurde nichts gefunden.

Die Polizei hatte das Gebäude nach Bekanntwerden der Bombendrohung umgehend evakuiert und den Bereich um das Finanzamt weiträumig abgesperrt. Rund 500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Der Einsatz mit 45 Beamten war am frühen Abend beendet. Nun laufen die Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Anzeige gegen aggressiven Passanten

Während des Einsatzes betrat ein 47 Jahre alter Chemnitzer den abgesperrten Bereich, um Fotos zu machen. Dabei behinderte er die Arbeit der Beamten und widersetzte sich ihren Anweisungen. Beim "offensichtlich langsamen" Gehen versuchte der Mann noch, ein Absperrband zu zerreißen. Als ein Beamter dazwischen ging, schlug der Mann auf den Beamten. Gegen den 47-Jährigen wurde Anzeige erstattet.

Die Polizei kritisiert zudem, dass die Absperrungen von vielen Passanten ignoriert und den Anweisungen der Beamten zunächst nicht gefolgt worden seien.

Bombendrohungen in Chemnitz

Es ist bereits die zweite Drohung gegen die Behörde innerhalb weniger Tage. In der Stadt gab es seit Dezember zudem weitere Bombendrohungen gegen Einkaufszentren und eine Bankfiliale. Bislang konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten aus dem Regionalstudio Chemnitz | 22.05.2017 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2017, 19:39 Uhr

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