Ein Mann steht an einem Stand mit verschiedenen Senfsorten
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Erstes Street-Food-Festival Kulinarische Weltreise in Freiberg

Ein Mann steht an einem Stand mit verschiedenen Senfsorten
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Freiberg hat am Wochenende sein erstes Street-Food-Festival gefeiert. Bis zu 20.000 Besucher strömten laut Veranstalter auf den Schlossplatz. Für Alexander Kopke ist die erste Freiberger Ausgabe ein voller Erfolg. Der Magdeburger hat eine Agentur, die deutschlandweit Street-Food-Festivals organisiert. "Das Wetter war optimal und über mangelnde Besucher brauchen wir uns auch nicht zu beklagen", sagt er MDR SACHSEN.

68 Stände aus 24 Ländern

Und Kopke hat Recht. Seit dem Vormittag strömten die Besucher auf das abgesperrte Gelände am Schloss  Freudenstein. An den Kassen bildeten sich lange Schlangen. Auf dem Festgelände angekommen, konnten sie die Angebote von insgesamt 68 Ständen aus 34 Nationen ausprobieren. Vom US-amerikanischen Burger, über ungarische Striezel, russische Piroggen bis zu Speisen vom Himalaja. "Die meisten hier sind Teil der Street-Food-Karawane, die das ganze Jahr über durchs Land zieht. Wir haben von März bis Oktober etwa 45 Festivals und mittlerweile einen festen Stamm von Teilnehmern", sagt Veranstalter Kopke.

Street-Food Rezepte aus aller Welt

Beim ersten Street-Food-Festival in Freiberg konnten die Besucher Rezepte aus aller Welt ausprobieren. Gedämpfte Teigtaschen oder geröstete Mehlwürmer - für jeden war etwas dabei.

Ein Mann steht an einem Stand mit verschiedenen Senfsorten
Hunderte verschiedene Sorten Senf - etwas für Kenner. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Ein Mann steht an einem Stand mit verschiedenen Senfsorten
Hunderte verschiedene Sorten Senf - etwas für Kenner. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Chinesische Gerichte in Bambusdämpfern gegart
In Bambusschalen gedämpfte Teigtaschen - eine Spezialität aus China. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Ein Aluminiumwohnwagen aus den USA dient als Burger-Stand
Den legendären Airstreamer kann man nicht nur als Wohnmobil, sondern auch als mobile Burger-Schmiede einsetzen. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Ein Mann legt frische Schaschliks auf einen Grill
Ein ziemlich langer Grill mit ziemlich vielen Schaschliks. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Ein Mobiler Burger-Verkaufswagen
Karsten Schmidt aus der Nähe von Braunschweig hat sich seinen Burger-Wagen selbst gebastelt - er ist gelernter Autoschlosser. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Foo-Truck
Klein aber fein - der Körtöskalacs-Verkaufsstand von Franziska Pilz. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Eine junge Frau zeigt einen frisch gebackenen Striezel
Franziska mit einem Striezel nach Oma-Art. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Ein Afrikaner bedient eine Kundin mit Speisen aus Gambia
Karafa Gibba aus Gambia verkaufte westafrikanische Spezialitäten. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Schalen mit gerösteten Insekten
Was hier so lecker aussieht, sind Mehlwürmer mit Heuschrecken - nicht lebendig, sondern geröstet. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Zwei Gymnasiasten bedienen Kunden mit nepalesischen Speisen
Helfen ihrer Partnerschule in Nepal - Manja und Christian vom Scholl-Gymnasium in Freiberg. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
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Essen und dabei Gutes tun

Zwei Gymnasiasten bedienen Kunden mit nepalesischen Speisen
Manja und Christian sind Freiwillige bei einem Hilfsprojekt für Nepal. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Das erste Mal bei einem solchen Festival sind die Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus Freiberg. An ihrem Stand kann man nepalesische Gerichte probieren. Aber wieso verkaufen Freiberger Schüler Speisen aus dem Himalaja? "Wir haben seit 2005 eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in Nepal", erklärt Manja. Dort unterstützen die Freiberger Schüler verschiedene Hilfsprojekte. Unter anderem den Bau von acht neuen Schulen. "Das Geld, das wir hier einnehmen, kommt unserem Hilfsprojekt zugute", erklärt Christian.

Essen verbindet

Eine junge Frau zeigt einen frisch gebackenen Striezel
Das Rezept für die Striezel von Franzi Pilz stammt von der ungarischen Oma. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Überhaupt sind internationale Gerichte angesagt. Wie am kleinen Verkaufsstand von Franziska Pilz. Hier gibt es Kürtöskalacs, ungarische Baumstriezel. "Meine Oma ist aus Ungarn und ich habe das als Kind gern gegessen. Deshalb kamen wir auf die Idee, das auch hier in Deutschland anzubieten. Das Rezept habe ich von meiner Oma", sagt die junge Frau aus Ostsachsen. Neben der klassischen Variante mit Zucker und Zimt hat das Striezel-Team noch Variationen mit Waldbeeren oder Kokosraspel im Angebot.

Ein Afrikaner bedient eine Kundin mit Speisen aus Gambia
Leckeres aus Gambia beitet Karafa Gibba an. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Noch exotischer sind die Gerichte, die Karafa Gibba anbietet. Der Mann aus Gambia hat typische Speisen aus seiner Heimat im Angebot: Teigbällchen mit Kokosraspelfüllung oder verschiedene Gemüsesoßen mit Reis oder Couscous. "Ich finde die Atmosphäre hier toll. Es sind die verschiedensten Leute da und man isst gemeinsam. Essen verbindet und das ist das Schöne", sagt der Mann aus Westafrika. Beim nächsten Mal in Freiberg werde er auf jeden Fall wiederkommen. Und dass es nach der Premiere ein nächstes Mal geben wird, ist ziemlich sicher.

Quelle: MDR/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.04.2018 | 10:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. April 2018, 16:46 Uhr

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3 Kommentare

15.04.2018 19:44 Heidi 3

Ich fand dieses Fest als gute Idee. Aber Eintritt hätte wohl nicht sein müssen bei den Preisen. Am Wiener Stand probierte ich als Ständig-Wien-Besucherin natürlich Kaiserschmarrn. Aber dieses lange warmgehaltene Gericht, schmeckte nicht halb so gut wie in Wien.

15.04.2018 18:01 Frank der Baugutachter 2

Diese Veranstaltungen sind sicher nicht schlecht.
Nur bitte mit den Preisen auf den Teppich bleiben.

15.04.2018 17:04 Maria A. 1

Das war sicherlich äußerst interessant und bot dem Genießer eine ungeheure Vielfalt, die ihm manchmal sicherlich beinah Kopfzerbrechen gemacht hat... Trotzdem, muss man denn geröstete Grashüpfer und Mehlwürmer essen? Bei Mehlwürmern überwiegt sowieso der Ekelfaktor. Aber bei Grashüpfern kommt doch noch der Aspekt dazu, dass man schon wegen der angenehmen Erinnerungen an laue Sommerabende keinen Appetit darauf hat, vom Aspekt des Tierschutzes für die possierlichen Lebewesen mal ganz abgesehen, oder?