140 Jahre Erzgebirgsverein Altbergbau: Geschichte unter Tage

Mitten im Wald, unterhalb des Scheibenberges bei Crottendorf, liegt der Eingang in das alte Silberbergwerk. Weit, immer weiter führt der Stollen in den Fels hinein. Kühl ist es hier unter Tage. Der Atem bildet kleine Wölkchen, von der Sommerhitze ist nichts mehr zu spüren. Lothar Kunzmann lächelt: "Da läuft es einem kalt den Rücken herunter, wenn man sich vorstellt, wie hier gearbeitet wurde. Ohne Maschinen, manchmal nur kriechend." Ihm und seinen Kollegen ist es zu verdanken, dass dieses Altbergwerk wieder betretbar ist.

Angelegt im Jahr 1550 geriet der "Rosenbuschstollen" nach und nach in Vergessenheit. In mühevoller Kleinarbeit haben Kunzmann und andere Mitglieder des Erzgebirgszweigvereins Crottendorf den Schacht freigelegt und gesichert. Auch einen Bergbaulehrpfad haben sie angelegt, damit die Bergarbeiter und ihre Mühen nicht in Vergessenheit geraten. Alles ehrenamtlich, ohne Hilfe. Ein Einsatz, auf den die Bergleute alter Tage sicher auch voller Respekt geblickt hätten.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Der Sachsenspiegel | 25.07.2018 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2018, 11:51 Uhr

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