140 Jahre Erzgebirgsverein Erzgebirger in Berlin: Das Heimatgefühl in der Haupstadt

Bärbel und Klaus Domschke sind Berliner, trotzdem bleibt ihnen ihre erzgebirgische Heimat wichtig. Deshalb ist die ganze Familie Mitglied im Erzgebirgsverein. Doch wie kommt der Erzgebirgsverein nach Berlin?

"Zu mir sagen sie immer: Rotkäppchen kommt! Wo hast du denn deinen Wolf?", erzählt Bärbel Domschke. Zwischen Schwippbogen und Bergmann wohnt sie zusammen mit ihrem Mann in einem kleinen Haus im Berliner Westen. Seit fast 60 Jahren sind sie in der Hauptstadt, ihre Herkunft haben sie nicht vergessen. Die Trachten und die Schnitzkunst gehören genauso zu ihrem Leben wie der Fernsehturm und das Brandenburger Tor. Die Beiden sind Mitglied im Erzgebirgszweigverein Berlin, dem ersten ausserhalb Sachsens. 1910 gegründet, will er den Berlinern eine Reise ins Erzgebirge schmackhaft machen, den Tourismus ankurbeln.

Schon ein Jahr später zählt der Verein über 200 Mitglieder. Es gab Sonderzüge zur Adventszeit, das Heimatgefühl in die Großstadt mitzunehmen war schon damals vielen Menschen ein Bedürfnis. "Wir fühlen uns als Erzgebirger und als Berliner. Das beides miteinander zu verbinden, ist einfach schön!", sagt Domschke. Die Familie nimmt regelmäßig an Bergparaden teil, in Berlin und in der Heimat. Klaus Domschke als Bergmann, Bärbel Domschke natürlich ganz in rot.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Der Sachsenspiegel | 27.07.2018 | 19:00 Uhr

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2018, 16:49 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

Mehr aus der Region Chemnitz

Mehr aus Sachsen