140 Jahre Erzgebirgsverein Das Ergebirge zwischen Tradition und Moderne

In Zeiten von Playstation, Smartphone und Co. ist es sicher nicht leicht, junge Leute für traditionelle Handarbeit zu begeistern. Wie es aber gelingen kann, zeigt der Erzgebirgsverein mit seinen vielen Zweigstellen.

Rein, raus, kreuzen. Rein, raus und die Mittleren kreuzen. Auf dem Papier sieht das Klöppeln ja ganz einfach aus. Bis man es so gut kann wie Heike Kluge, müssen aber ein paar Jahre ins Land gehen. Kluge unterrichtet schon in der Grundschule Kinder, hauptsächlich Mädchen, in dieser erzgebirgischen Handwerkskunst. Die Klöppelkinder gibt es nicht nur hier in Geyer. Denn ohne Nachwuchs bringe Traditionspflege rein gar nichts, sagt sie.

Ähnlich sieht das auch Falk Wendrock. In seiner Werkstatt, dem Schnitzerhäusl in Crottendorf treffen sich Kinder und Jugendliche um von ihm und anderen erfahrenen Schnitzern die Arbeit mit Messer und Holz zu lernen. Man könne nicht alles einschlafen lassen, der Erhalt der Traditionen sei wichtig und man müsse das Wissen weiter geben, sagt Wendrock. "Dafür müssen die Kinder hier mal zwei Stunden auf das Handy verzichten", sagt er mit einem Grinsen.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Der Sachsenspiegel | 26.07.2018 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2018, 16:06 Uhr

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