Zoja und Ralf Haumer zeigen eine Tafel mit der Aufschrift "Hallo, wie geht es dir" auf Esperanto. Sie organisieren über Ostern das erste internationale Esperanto-Treffen in Sachsen. Das Paar lernte sich vor mehr als 25 Jahren auf einem solchen Treffen für Esperanto-Fans kennen
Zoja und Ralf Haumer haben die erste internationale Esperanto Woche in Sachsen organisiert. Bildrechte: dpa

Saluton Kiel vi fartas? Internationale Esperanto-Woche in Plauen

Zoja und Ralf Haumer zeigen eine Tafel mit der Aufschrift "Hallo, wie geht es dir" auf Esperanto. Sie organisieren über Ostern das erste internationale Esperanto-Treffen in Sachsen. Das Paar lernte sich vor mehr als 25 Jahren auf einem solchen Treffen für Esperanto-Fans kennen
Zoja und Ralf Haumer haben die erste internationale Esperanto Woche in Sachsen organisiert. Bildrechte: dpa

In Plauen sind seit Karfreitag mehr als 100 Esperanto-Fans aus neun Ländern zu Gast. Damit ist die vogtländische Stadt die erste in Sachsen, in die der Deutsche Esperanto-Bund zu seiner internationalen Esperanto-Frühlingswoche einlädt. Bis zum 6. April erwartet die Teilnehmer aus Deutschland, Tschechien, Polen, Frankreich, Österreich, Schweden und Kanada ein umfangreiches Programm. Dazu gehören unter anderem Sprachkurse, Vorträge, Ausflüge und Filmabende sowie ein spezielles Programm für Kinder und Jugendliche - alles natürlich auf Esperanto.
Am Ostermontag gibt es zudem in der Plauener Jugendherberge "Alte Feuerwache" ein kostenfreies Konzert mit zwei Esperanto-Musikern, das auch Nicht-Esperantisten offen steht.

Esperanto Esperanto ist die am weitesten verbreitete Plansprache. Der russisch-polnische Arzt Ludwik Lejzer Zamenhof entwickelte 1887 eine internationale Sprache. Sein Pseudonym Doktoro Esperanto ("Doktor Hoffender") wurde Namensgeber der Sprache. Esperanto ist in keinem Land der Welt Amtssprache. Jedoch sprechen Menschen in mehr als 120 Staaten diese Sprache.

Esperanto-Kongress stiftet Ehe

Der Zwickauer Ralf Haumer, der gemeinsam mit seiner Frau Zoja das Treffen vorbereitet hat, spricht die Sprache bereits seit den späten 1980er-Jahren. "Der Gedanke der Völkerverständigung hat mir von Anfang an gefallen". Außerdem sei Esperanto deutlich einfacher zu erlernen als andere Sprachen und komme mit nur 16 Grammatikregeln aus. "Schon drei Wochenendkurse reichen aus, um erste Gespräche führen zu können."

Hunderttausende sprechen weltweit Esperanto

Hunderttausende Menschen rund um den Globus verständigen sich heute mit dieser Kunstsprache. Es gibt etwa 10.000 Bücher in Esperanto. Inzwischen gibt es etwa 1.000 Esperanto-Muttersprachler - also Menschen, die mit der Sprache aufgewachsen sind. Auch Ralf Haumers Kinder gehören dazu. Neben Deutsch und Russisch, der Muttersprache ihrer Mutter Zoja, wird in der Familie Esperanto gesprochen. Die Eltern lernten sich 1990 in Kiew bei einem Esperanto-Treffen kennen. "Für mich war Esperanto damals eine Möglichkeit, die Welt zu erkunden - und das ist es bis heute", erzählt Zoja Haumer. Die Familie besucht jährlich Esperanto-Treffen oder -Kongresse in aller Welt.

Quelle: MDR/tfr/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 02.04.2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. April 2018, 21:05 Uhr

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