Konzert im Livestream Campusfestival Mittweida findet digital statt

Eine große Bühne auf dem Campusgelände in Mittweida. Stände mit Essen und Getränken. Feiernde Studenten, während auf der Bühne Bands alles geben. So sieht das Campusfestival Mittweida normalerweise aus. Doch in diesem Jahr ist coronabedingt alles anders.

eine Band auf einer Bühne
Das Campusfestival Mittweida wird in diesem Jahr im TV-Studio des Zentrums für Medien und Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida gefilmt und live ins Internet gestreamt. Bildrechte: MDR/Campusfestival Mittweida

Lange war nicht klar, ob es dieses Jahr überhaupt ein Campusfestival geben wird. Das Organisationsteam aus rund 70 Studenten und Studentinnen der Medienfakultät der Hochschule Mittweida hat monatelang geplant, umgeplant und schließlich eine digitale Festivalversion geschaffen, die am Donnerstag stattfinden wird.

Im TV-Studio des Zentrums für Medien und Soziale Arbeit werden die Berliner Rock ‘n‘ Roll-Band "Ponte Pilas" und die Mannheimer Indie-Band "Cinemagraph" spielen. Außerdem treten die Nachwuchs-Bands "RIIVA" und "Kalon" auf, die vorab in zwei Ausscheidungskonzerten in den Kategorien Pop und Rock von den Zuschauern gewählt wurden. Zudem sind exclusive Interviews mit den Musikern angekündigt. Übertragen wird das Ganze als Livestream.

Zwei junge Frauen sitzen auf einer Bank.
Producerin Deborah Otto und Pressebeauftragte Maren Neyraud organisierten mit rund 70 anderen Studierenden das diesjährige Campusfestival in einer Charity-Version. Bildrechte: MDR/Campusfestival Mittweida

"Uns war es wichtig, überhaupt Zuschauer vor Ort zu haben", erzählt Producerin Deborah Otto. Stand letzte Woche sollten 53 Zuschauer im Fernsehstudio die Konzerte live verfolgen können. Außerdem sollte es Stände geben, bei denen das Festivalfeeling mit Abstand erzeugt werden sollte. Doch durch die aktuelle Situation sah sich das Organisationsteam gezwungen, komplett auf Publikum zu verzichten.

"Gefühlt hat sich in der Planung alles zwanzig Mal geändert", sagt Maren Neyraud, zuständig für die Pressearbeit. "Ende April war klar, dass es kein großes Campusfestival geben würde." Bei allen Planungen habe es immer Plan A, Plan B und auch die Möglichkeit einer Absage gegeben.

Es ist nicht nur ein Job. Das steckt das Herz drin.

Deborah Otto Producerin Campusfestival

Doch dass es ein Festival geben sollte, darüber war sich das Team immer einig. "Wir sind alle sehr eng mit der Musik verbunden und wollten etwas zurückgeben", sagt Otto. Deswegen verzichten die Headliner "Ponte Pilas" und "Cinemagraph" auf ihre Gagen. Die Zuschauer können während des Livestreams für den guten Zweck spenden. Alle Einnahmen werden dann zwischen zwei Hilfsorganisationen aufgeteilt: eine direkt für Musiker und die andere für alle, die hinter der Bühne arbeiten.

ein Band auf der Bühne
Bereits die Ausscheidungskonzerte für die Nachwuchsbands in den Kategorien Pop und Rock wurden als Livestream produziert. Bildrechte: MDR/Campusfestival Mittweida

Die Feuerprobe im Veranstaltungsmanagement haben die Medienstudenten in diesem Jahr auf jeden Fall bestanden. "Am Anfang waren wir bei jeder Änderung total nervös und aufgeregt", erzählt Otto. Doch als bei einem der Vorentscheide plötzlich der Feueralarm losging, hätten sie ruhig reagiert und alles im Griff gehabt. "Uns konnte nichts mehr schocken", so Neyraud. "Das Schlimmste war ja längst passiert."

Am Donnerstagabend startet der kostenlose Livestream mit dem diesjährigen Campusfestival Mittweida. "Wir sind sehr froh, ein so hochwertig produziertes Livestream-Event anbieten zu können", so Otto.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 29.10.2020 | 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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