Brand Oederan
Bildrechte: Harry Härtel

11.11.2019 | 12:26 Uhr Ursache für Großbrand in Oederan weiter unklar

Brand Oederan
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Mehr als eine Woche nach dem Großbrand in einem Gewerbegebiet in Oederan ist der Auslöser für das Feuer weiter unklar. Wie die Polizei auf Anfrage von MDR SACHSEN am Montag erklärte, hat ein Experte für die Brandursachensuche seine sogenannten Außenermittlungen an der betroffenen Lagerhalle abgeschlossen. Ergebnisse würden wegen der laufenden Ermittlungen nicht veröffentlicht. Das Innere des Gebäudes kann wegen akuter Einsturzgefahr weiter nicht betreten werden.

Produktionshalle gerettet

Das Feuer war am 3. November in der Lagerhalle der Firma WSVK Oederan ausgebrochen. Im Gebäude waren Styropor und Kartonagen gelagert. Die Hitzeentwicklung war so groß, dass sich die Metallkonstruktion verbog und die Halle teilweise einstürzte. Die Löscharbeiten dauerten zwei Tage. Dabei konnten die Feuerwehrleute ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Produktionsgebäude verhindern. Firmen-Geschäftsführer Marcus Schmiedeck bedankte sich bei den Kameraden für diese Rettungstat. Dank ihnen sowie der Unterstützung von Lieferanten und Kunden habe die Produktion wenige Tage später schrittweise wieder aufgenommen werden können, sagte Schmiedeck MDR SACHSEN. Die Arbeitsplätze der knapp 50 Beschäftigten seien damit nicht in Gefahr.

Bitte an aufmerksame Anwohner

Brand Oederan
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Die Folgen des Brandes werden aber Unternehmen, Feuerwehr und Ermittler noch eine Weile beschäftigen. So war das Feuer durch Glutnester im Inneren der Halle an einigen Stellen wieder aufgeflammt – die Freiwillige Feuerwehr Oederan musste am Freitag und Sonntag zum Nachlöschen ausrücken. Wegen der Einsturzgefahr war dies aber nur von außen möglich. Die Firma selbst hat in Absprache mit den Kameraden eine Brandwache eingerichtet, die rund um die Uhr vor Ort ist. Beide Seiten haben deshalb auch die Einwohner in der Umgebung gebeten, nicht bei jeder neuen kleinen Rauchentwicklung am Brandort den Notruf zu wählen.

Halle muss abgetragen werden

Derzeit wird nach Angaben von WSVK-Geschäftsführer Schmiedeck ein Plan für das kontrollierte Abtragen der Ruine erarbeitet. Erst wenn die Einsturzgefahr gebannt ist, können Feuerwehr und Brandursachenermittler sich im Inneren umsehen. Vorher wird auch die genaue Schadensumme nicht feststehen. Eine Schätzung wollte Schmiedeck deshalb nicht abgeben.

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.11.2019 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 11. November 2019, 12:26 Uhr

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