Millionen-Investition Döbeln wappnet sich für Hochwasser

Blick über runde Stahlarmierungen auf Baufahrzeuge
Bis zu 14 Metern lange Bohrpfähle müssen in den Untergrund gerammt werden, um die Flutmulde zu begrenzen. Bildrechte: MDR/Ines Gruner-Rudelt

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen verbreitert derzeit die sogenannte Flutmulde in Döbeln auf bis zu 15 Meter. Damit soll die Stadt bei einem möglichen nächsten Hochwasser besser geschützt sein. Ein Verteilerwehr, das im Hochwasserfall den Zufluss in die Flutmulde reguliert, wurde bereits im Jahr 2016 fertiggestellt. Nach Abschluss der Bauarbeiten können pro Sekunde 220 Kubikmeter Wasser aus der Freiberger Mulde abgeleitet werden und so das Flussbett entlasten.

Millioneninvestition nach Millionenschaden in Döbeln

Hochwassermarken an einem Haus, die bis in die erste Etage reichen
Für die Markierung des Hochwassers 2002 musste extra eine neue Tafel angebracht werden. Bildrechte: MDR/Ines Gruner-Rudelt

Bislang wurden bereits rund 36 Millionen Euro in den Hochwasserschutz in Döbeln investiert. Davon entfallen allein 18 Millionen in die ersten Bauabschnitte der Flutmulde. Künftig sollen 17 Millionen in einen weiteren Bauabschnitt investiert werden.Insgesamt investiert der Freistaat demnach 53 Millionen Euro - genausoviel wie Döbeln bei der Flut 2013 als Schaden zu verkraften hatte. Das war damals der mit Abstand größte materielle Hochwasserschaden im Landkreis Mittelsachsen.

Hochwasserschäden in den letzten Jahren geringer

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt, der sich am Donenrstag über den aktuellen Stand der Bauarbeiten in Döbeln ein Bild machte, bezeichnete die Milliardeninvestitionen in den Hochwasserschutz als richtigen Weg. "Der Freistaat hat seit 2002 etwa 2,6 Milliarden Euro in die nachhaltige Hochwasserschadensbeseitigung und in den vorbeugenden Hochwasserschutz investiert". Das Junihochwasser 2013 habe gezeigt, dass die Investitionen richtig gewesen seien. "Obwohl dieses Hochwasser durchaus mit der Flut von 2002 vergleichbar war, war das Schadensausmaß im Jahr 2013 deutlich geringer".

Blick in einen breiten gemauerten Graben, in dessen Mitte ein kleiner Bach fließt
Die Flutmulde in Döbeln kann im Erstfall 220 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aufnehmen. Bildrechte: MDR/Ines Gruner-Rudelt

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 17.05.2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Mai 2018, 17:52 Uhr

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