Sanierungsarbeiten Hafenumbau an der Talsperre Kriebstein offiziell gestartet

Ein riesiger Kran steht an einer Hafenmauer. Sein Ausleger ragt ans Wasser heran. Dieser Kran soll beim Umbau des Hafens an der Talsperre Kriebstein im Landkreis Mittelsachsen helfen und wurde Mitte August 2020 angerollt.
Seit Ende voriger Woche steht ein riesiger Kran im Hafen der Talsperre Kriebstein. Nun beginnen die Bauarbeiten. Bildrechte: Erik Hoffmann

An der Talsperre Kriebstein hat am Mittwoch offiziell der Hafenumbau begonnen. Am Nachmittag wurde der symbolische erste Spatenstich gesetzt - auch Sachsens Ministerpräsident nahm dabei eine Schaufel in die Hand. Die Vorbereitungsarbeiten laufen allerdings seit Mitte Juli. Laut Talsperrenzweckverband wird im Zuge des Umbaus des in die Jahre gekommenen Hafens unter anderem ein neuer Fähranleger errichtet. Die Ufermauern werden erneuert und zu einer Promenade ausgebaut. Außerdem soll ein Aufzugsgebäude für einen barrierefreien Zugang entstehen.

Schiffsrundfahrten fallen in dieser Saison aus

Zwei Fahrgastschiffe liegen an einem provisorischen Anleger an der Talsperre Kriebstein
Die Fahrgastschiffe waren in diesem Jahr wenig an der Talsperre Kriebstein unterwegs. Bildrechte: Erik Hoffmann

Die Baumaßnahmen werden bis zur kommenden Saison dauern. Die Kosten betragen fast 2,5 Millionen Euro. Das ist die bisher größte Investition in der Geschichte des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre. Schon seit 2016 wurde der Umbau geplant. Ohne ihn hätte die Schifffahrt an der Talsperre aus Sicherheitsgründen eingestellt werden müssen. Nun ist er lediglich unterbrochen. Die Ausflugsschiffe können erst wieder fahren, wenn die Umbau- und Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind. Damit fiel die diesjährige Saison, auch wegen des Corona-Lockdowns, sehr kurz aus. Weiter unterwegs sind dagegen die Fähren. Sie bedienen die sieben Anlegestellen, die es außer dem im Umbau befindlichen Hafen noch gibt.

An der Talsperre Kriebstein stechen mehrere Menschen Spaten in einen Sandhaufen und werden dabei fotografiert.
Siebenfacher offizieller Spatenstich - eine Schaufel schwang Sachsens Regierungschef Kretschmer (Mitte). Bildrechte: Erik Hoffmann

Die Talsperre Kriebstein wurde zwischen 1927 und 1929 erbaut. Ziel war insbesondere die Nutzung der Wasserkraft der Zschopau in diesem Bereich. Von Anfang an wurde das künstliche Gewässer auch als Naherholungsgebiet und als Wassersportareal genutzt. Die Schifffahrt macht inzwischen die Hälfte des Gesamtumsatzes beim Zweckverband Kriebsteintalsperre aus.

Quelle: MDR/lam/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.08.2020 | 07:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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