22.12.2019 | 11:30 Uhr Freiberger Forscher arbeiten an Nussknackmaschine

Eine Maschine knackt eine Macadamia-Nuss in einem Labor des Instituts für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung der TU Bergakademie Freiberg.
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Nach der Erfindung einer Maschine zum bruchfreien Knacken von Macadamia-Nüssen weitet die Bergakademie Freiberg ihre Forschung auf dem Gebiet aus. Wie die Universität mitteilte, wird in Kooperation mit der Taita Taveta University im kenianischen Voi an einer innovativen Nuss-Aufbereitungsmaschine gearbeitet. Die Anlage soll die kompletten Arbeitsschritte von der Trocknung über die Größensortierung bis hin zum Brechen der Nüsse übernehmen. Dadurch könnten industrielle Nussverarbeiter bis zu 15 Tonnen Nüsse am Tag verarbeiten und Kleinbauern bis zu einem Kilogramm Nüsse in der Stunde schnell und in hoher Qualität knacken", erklärt Prof. Matthias Kröger. Bis nächstes Jahr sollen erste Prototypen für die erweitere Nuss-Aufbereitungsmaschine entstehen.

Kenia ist eines der wichtigsten Macadamia anbauenden Länder. Bevor die Macadamianüsse aber als Kerne in den Verkauf gehen, müssen sie meist aufwändig verarbeitet werden. Dazu gehört unter anderem das Trocknen von mindestens einer Woche, das Sieben nach Größe und schließlich das Knacken und Trennen. Die neue Nussverarbeitungsmaschine soll die gesamte Verarbeitung der Nüsse ökologischer, ökonomischer und auch hygienischer machen.

Weiterentwicklung der patentierten Nussknackmaschine

Matthias Kröger, Institutsleiter des Instituts für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung der TU Bergakademie Freiberg, untersucht die Schale einer Macadamia-Nuss unter einem Mikroskop in einem Labor.
Matthias Kröger, Leiter des Instituts für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung der TU Freiberg Bildrechte: dpa

Die geplante Anlage ist eine Weiterentwicklung der bereits 2018 patentierten Nussknackmaschine des Freiberger Professors. Der Apparat kann bis zu 100 Kilogramm der sehr harten Macadamia-Nüsse pro Stunde aufspalten, ohne den weichen Kern zu beschädigen. Die Erfindung ist ebenfalls in Kooperation mit der Universität im kenianischen Voi entstanden.

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN- Das Sachsenradio | 19.12.2019 | 10:30 Uhr in den Nachrichten aus der Region Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 22. Dezember 2019, 11:30 Uhr

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