Absatzeinbruch Kurzarbeit bei Feuerwerkshersteller Weco in Freiberg

Böllerproduktion bei der WECO in Freiberg
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Der Feuerwerkshersteller Weco hat für seine 120 Mitarbeiter am Standort Freiberg Kurzarbeit beantragt. Nach Angaben des Unternehmens ist die Maßnahme unausweichlich, weil der Betrieb nach einem Jahr Produktion im Silvestergeschäft so gut wie keine Einnahmen erzielt hat. "Wir haben durch das erlassene Verkaufsverbot 95 Prozent Verlust gemacht", sagte Oliver Gerstmeier, der Weco-Pressesprecher. Bis Mitte Februar sei man noch damit beschäftigt, die ausgelieferte Ware von den Händlern zurückzuholen und einzulagern. Auch das verursache weitere Kosten, da für den Transport nur spezialisierte Fuhrunternehmen eingesetzt werden könnten, so Gerstmeier weiter.

Unternehmen erwartet Hilfe vom Bund

Gleichzeitig teilte Weco mit, dass der Bund die sogenannte Überbrückungshilfe III nun auch Unternehmen der pyrotechnischen Industrie gewähren will. Geschäftsführer Thomas Schreiber äußerte sich verhalten zu der angekündigten Finanzhilfe. "Mehr können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht dazu sagen, doch es ist definitiv ein erster Schritt zur Rettung unseres Unternehmens." Schreiber nimmt an, dass die in Aussicht gestellten Hilfsgelder nicht zur Verlustdeckung ausreichen werden. Gleichzeitig bedankte er sich ausdrücklich bei der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik für ihr Engagement und die Unterstützung.

Das 1948 gegründete Unternehmen Weco beschäftigt zurzeit an seinen drei Standorten in Eitorf, Kiel und Freiberg mehr als 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Brennende Wunderkerzen
Das durch den Bund erlassene Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper hat Weco nach eigenen Angaben 95 Prozent seiner geplanten Einnahmen gekostet. Bildrechte: imago images / lausitznews.de

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.01.2021| 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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