Flugzeugteile aus Kunststoff stehen in einer Werkhalle
Bildrechte: MDR/Sven Böttger

22.05.2019 | 20:04 Uhr Zeitung: Zulieferer Cotesa aus Mittweida baut 200 Stellen ab

Flugzeugteile aus Kunststoff stehen in einer Werkhalle
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Ein Jahr nach der mehrheitlichen Übernahme durch einen chinesischen Investor hat der Kunststoffspezialist Cotesa aus Mittweida den Abbau von 200 Stellen bis September angekündigt. Das berichtet die "Freie Presse" unter Berufung auf die Unternehmensspitze. Der auf Faserverbundwerkstoffe spezialisierte Flugzeug- und Autoteilezulieferer hatte im vorigen Jahr noch Wachstumspläne angekündigt. Nun hingegen sollen etwa 25 Prozent der aktuellen Belegschaft entlassen werden. Das bestätigte am Mittwochabend Firmengründer und Geschäftsführer Jörg Hüsken auf Nachfrage der "Freien Presse".

Markt zu optimistisch eingeschätzt

Hüsken begründete laut Zeitung die nun getroffene Entscheidung zur Verkleinerung "mit einem Einbruch bei Aufträgen durch Großkunden wie Airbus". Man habe zudem in der jüngsten Vergangenheit zu optimistisch beim möglichen Absatz der Carbon-Teile geplant und Beschäftigte auf Basis positiver Wachstumsprognosen eingestellt, zitiert die "Freie Presse" Firmengründer Hüsken. Das 2002 gegründete Unternehmen selbst sei aber im Bestand nicht gefährdet.

Es bestehe, so der Geschäftführer, auch kein Zusammenhang zu den einstigen Plänen des chinesischen Mehrheitseigners, im Reich der Mitte ein eigenes Cotesa-Werk aufzubauen.

Quelle: MDR/lam

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