16.01.2020 | 21:15 Uhr Forschung: TU Freiberg will Mikroplastik aus Abwasser fischen

Mikroplastikpartikel in verschiedenen Größen und Formen in einem Labor
Bildrechte: Svenja Mintenig/Alfred-Wegener-Institut/dpa

Die TU Bergakademie Freiberg arbeitet an einer Lösung für das Mikroplastik-Problem in Abwässern. Mit einem neuen Verfahren sollen sich die umweltschädlichen und bislang kaum filterbaren Kleinstpartikel beseitigen lassen. Wie die Universität am Donnerstag mitteilte, wird dabei auf die Wirkung von Wasserstoffperoxid gesetzt. Dieses heftet sich an die Mikroplastikteilchen und zerfällt danach zu Wasser und Sauerstoff. Der Sauerstoff wiederum steigt zusammen mit den Plastikpartikeln an die Wasseroberfläche. Dort können die Plastikrückstände abgefischt werden, so der Plan der Wissenschaftler. Das Verfahren soll in zwei Jahren ausgereift sein und dann Industrie und Kommunen zur Verfügung stehen.

Forschung auch in Dresden

Mikroplastik aus Verpackungen, Kosmetika oder allgemein aus zerfallendem Plastikmüll ist inzwischen in nahezu allen Böden und Gewässern nachweisbar. Die Teilchen werden auch vom Menschen über die Nahrung oder Getränke aufgenommen. Welchen Schaden die winzigen Teilchen in den Zellen verursachen, ist noch Gegenstand verschiedener Forschungen.

Wissen

Polyacrylfasern im Erdreich 4 min
Bildrechte: Anderson Abel de Souza Machado/IGB
Grafische Darstellung kleiner Partikel, die um einen Mann und eine Frau, die durch eine Allee gehen, herumfliegen. 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.01.2020 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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