Thüringer Standort der Solarworld AG in Arnstadt.
Noch laufen Gespräche mit Unternehmern, die möglicherweise in das insolvente Unternehmen Solarworld Industries investieren wollen. Bildrechte: dpa

Wechsel in Transfergesellschaft Mitarbeiter von Solarworld in Freiberg steigen aus Produktion aus

Die Mehrheit der Beschäftigten von Solarworld Industries in Freiberg hat sich für den Wechsel in eine Transfergesellschaft entschieden. Das hat Insolvenzverwalter Christoph Niering bestätigt. Am Montag war für die 260 Mitarbeiter die Frist abgelaufen. Mit der verbleibenden Belegschaft werde noch bis Ende September weiter produziert.

Thüringer Standort der Solarworld AG in Arnstadt.
Noch laufen Gespräche mit Unternehmern, die möglicherweise in das insolvente Unternehmen Solarworld Industries investieren wollen. Bildrechte: dpa

Für knapp 90 Prozent der Beschäftigten endet am 1. August die Arbeit bei Solarworld Industries in Freiberg. Stattdessen erhalten sie in einer Transfergesellschaft laut Insolvenzverwaltung sechs Monate lang eine finanzielle Unterstützung, die deutlich über dem Arbeitslosengeld liegt. Parallel werde zudem versucht, die Mitarbeiter des insolventen Solarmodulherstellers in andere Arbeitsverhältnisse weiterzuvermitteln.

Produktion bis Ende September

Mit den im Unternehmen verbleibenden Beschäftigten soll die Produktion noch bis Ende September laufen, erklärte der Insolvenzverwalter Christoph Niering. Im Anschluss könnten auch sie in die Transfergesellschaft übergehen. Ob es noch eine Zukunft für Solarworld in Freiberg gibt, ist fraglich. Derzeit laufen laut Niering weiter Gespräche mit zwei potentiellen Investoren. Allerdings gestalteten sich die Verhandlungen schwierig, so der Insolvenzverwalter.

Die Solarworld Industries hatte am 26. März 2018 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Am 1. Juni 2018 wurde das  Insolvenzverfahren eröffnet. Der Hersteller von Solarzellen und -modulen hatte erst am 16. August 2017 mit rund 570 Mitarbeitern die Anlagen der insolventen Solarworld AG in Freiberg und Arnstadt sowie in Bonn übernommen.

Der Verband der europäischen Solarindustrie "Pro Sun" sieht einen der Hauptgründe für das Scheitern des deutschen Herstellers in den ungünstigen marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. So drängen Dumping-Produkte aus China auf den Weltmarkt.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 23.07.2018 | 19:00 Uhr

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.07.2018 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2018, 09:08 Uhr

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1 Kommentar

24.07.2018 01:56 wolle1 1

Na da braucht man eben nicht zu maulen. Erst werden die Chinesen gefoerdertund die einheimische Wirtschaft vernachlaessigt. Und dann kommen eben billige Dinge aus Asien. Man hat es so gewollt. Und genau das macht man ja nun mit den Autos. Viel Spass

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