10.07.2020 | 05:55 Uhr Maschinenbauer Meyer Burger plant in Freiberg Solarmodul-Produktion

Solarpanele auf einem Flachdach
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Der Maschinenbauer Meyer Burger will mit zwei Standorten in Sachsen und Sachsen-Anhalt in die Solaranlagen-Herstellung einsteigen. Der Schweizer Konzern kündigte an, die früheren Produktionshallen der pleite gegangenen Firmen Solarworld und Sovello zu übernehmen.

Aktionäre müssen Kapitalerhöhung zustimmen

Ab dem kommenden Jahr sollen demnach in Bitterfeld-Wolfen Solarzellen und in Freiberg Module gefertigt werden. Bis zu 3.000 Arbeitsplätze seien geplant. Die Produktionsanlagen stellt Meyer Burger selbst her, unter anderem in Hohenstein-Ernstthal. Damit der Konzern die Pläne umsetzen kann, müssen allerdings die Aktionäre heute einer Kapitalerhöhung zustimmen. Nach Informationen der "Neuen Zürcher Zeitung" fährt der Schweizer Technologiekonzern Meyer Burger seit Jahren Verluste ein und versucht sich neu aufzustellen.

Solarworld in Freiberg musste aufgrund der billigeren chinesischen Konkurrenz 2017 Insolvenz anmelden. Nach erfolgloser Suche nach einem Investor lief die Produktion von Solarmodulen aus und die Anlagen und beweglichen Teile in der Fabrik wurden versteigert.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.07.2020 | 6:00 Uhr in den Nachrichten

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