16.05.2019 | 09:49 Uhr Mittelsachsen verschärft Kampf gegen Borkenkäferplage

Forstarbeiter beräumen mit Maschinen gefällte Bäume.
Hier hat der Borkenkäfer ganze Arbeit geleistet. Die Reste müssen Forstarbeiter beseitigen. Bildrechte: MDR/Rica Sturm

Um die Borkenkäferplage in den Griff zu bekommen, nimmt der Landkreis Mittelsachsen jetzt Waldbesitzer stärker in die Pflicht. Ab Donnerstag gilt eine Allgemeinverfügung des Landratsamtes. Demnach müssen Wald-Eigentümer alle zwei Wochen ihre Baumbestände von Fichten und Lärchen auf Borkenkäfer kontrollieren. Ein Befall ist unverzüglich der Forstbehörde zu melden. Betroffene Bäume müssen innerhalb von 40 Tagen beräumt werden. Geschieht das nicht, drohen behördliche Zwangsmittel und kostenpflichtigen Baumfällungen.

Die Lage ist dramatisch. Große Teile unserer Wälder sind dieses Jahr akut vom Absterben bedroht

Alexander Menzer Sachbearbeiter Forstbehörde

Laut Landratsamt hat sich der Borkenkäferbefall 2018 in Mittelsachsen verzwanzigfacht. Große Teile der Wälder in Mittelsachsen seien akut vom Absterben bedroht.

Die Allgemeinverfügung gilt für 26 Städte und Gemeinden in Mittelsachsen. Auch andere Landkreise haben schon zu solchen Maßnahmen gegriffen. Betroffene Waldbesitzer können beim Staatsbetrieb Sachsenforst Beratung und technische Hilfe beanspruchen.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.05.2019 | 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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1 Kommentar

16.05.2019 12:25 Kirchenmitglied 1

Geht es nach der Meinung von AfD und ähnlich gerichteten Parteien, so ist die Borkenkäferplage nichts anderes als die aus sich heraus wirkende Natur, ohne jeglichen Bezug zu massivem zivilisatorischem Konsumfehlverhalten.

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